© Birgit Machtinger

Chronik Burgenland
03/08/2021

Das kulturelle Mühlrad dreht sich wieder

Neo-Besitzer Mario Müller hat mit „der Mü“ zum 45-Jahr-Jubiläum viel vor

von Markus Foschum

Selbst war er in seiner Jugend oft und gern hier zu Gast, nun ist Mario Müller, vormaliger Besitzer und Betreiber des Familyparks in St. Margarethen, neuer Eigentümer der Cselley Mühle. Mit der M. Müller Privatstiftung werde die Cselley Mühle neue Wege beschreiten, neue Ideen und Konzepte ausloten und umsetzen, ohne dabei ihre Einzigartigkeit aus den Augen zu verlieren, hieß es dazu am Sonntag in einer Aussendung.

Nach dem Tod der beiden Gründungsväter und treibenden Kräfte hinter dem „Projekt“ und der „Vision“ Cselley Mühle, Sepp Laubner und Robert Schneider übernahm Eveline Lehner als Geschäftsführerin die Geschicke. Sie wird in dieser Funktion noch bis Ende des Jahres tätig sein und sich um das Programm zum 45-Jahr-Jubiläum mit Konzerten, Kabarett, bildender Kunst, Literatur, Tanz und Performance kümmern.

Müller, der 2019 den Familypark an ein französisches Unternehmen verkauft hatte, steckte einen Teil des Erlöses in Kunstsammlungen. Die Cselley-Mühle biete ihm ideale Verhältnisse, seine Kunst zu präsentieren, sagte der neue Eigentümer im Interview mit dem ORF Burgenland. Eine 650 Exponate umfassende Sammlung internationaler zeitgenössischer Kunst soll hier in Zukunft als Dauerausstellung untergebracht werden. Aber auch junge Künstler sollen gefördert und ausgestellt werden.

Der neue Besitzer betont aber auch, dass der Kultur- und Veranstaltungsbetrieb der Cselley Mühle bestehen bleibt. Trotz der aktuell schwierigen Situation im Bereich Gastronomie und Veranstaltung blicke man voller Zuversicht und Tatendrang in die Zukunft. Wandlungsfähigkeit sei stets ein besonderes Merkmal der Mühle gewesen und dennoch solle sie eines bleiben: „Spielplatz“ der Generationen, Ort der Kunst und Kultur, des Möglichen und Unmöglichen, Ort des Austausches, der Inspiration, Treffpunkt und ein Stück „Heimat“ für viele Burgenländer.

Buntes Programm

1976 wurde „die Mü“ von Sepp Laubner und Robert Schneider gegründet und zu einem weit über die regionalen und nationalen Grenzen hinaus bekannten Kunst- und Aktionszentrum ausgebaut. Der 45. Geburtstag soll trotz Corona-Pandemie mit einem tollen Programm entsprechend gefeiert werden.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Burgenländern, die ihre ersten künstlerischen Erfahrungen in der Cselley Mühle gemacht haben und mit der Mühle eng verbunden sind wie beispielsweise die angesagte Band Cari Cari (8. Oktober) oder im Bereich Tanz Chris Harings, Leiter der Tanzkompanie Liquid Loft (10. Juli), Gewinner des Goldenen Löwen bei der Biennale in Venedig 2007 – oder Bert Gstettners Tanzhotel (11. Juli). Weitere Highlights sind das Festival C'est la Mü (28. und 29. Mai) sowie die Auftritte langjähriger Wegbegleiter wie Lukas Resetarits (20. November) oder Konstantin Wecker (1. August). Weiters zu sehen sind Alfred Dorfer, Roland Düringer, Clemens Haipl, Maschek und viele andere mehr.

Darüber hinaus sollen im Sommer wieder wöchentlich die Tamburica Abende am Lagerfeuer, die Veranstaltungsreihen „Sitzen & Schauen“ sowie „Chill & Grill“, Kreativkurse für Groß und Klein, ein buntes Kinderprogramm, DJ Lounge im Arkadenhof oder das Sommerfest „Tanzen unterm Sternenhimmel“ stattfinden. Alle Infos online unter www.cselley-muehle.at

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