© Thomas Orovits

Chronik Burgenland
03/18/2020

Coronavirus: Neue Zugangsregeln für burgenländische Spitäler

Als weitere Coronavirus-Maßnahme werden Patienten und Personal der Krankenhäuser ab Donnerstag schon am Eingang überprüft.

von Stefan Jedlicka

Um die Zahl der Corona-Virus-Ansteckungen zu verringern, setzen die fünf Spitäler im Burgenland ab Donnerstag abgestimmt neue Regeln für den Zugang in Kraft. Sowohl im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt sowie vor den Standorten der Burgenländischen Krankenanstalten-Ges.m.b.H. (KRAGES) sollen mit einer sogenannten Ersttriage Verdachtsfälle frühzeitig  erkannt werden. "Betroffene Personen können dann entsprechend behandelt werden, wobei gleichzeitig die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Spitals geschützt werden", betont ein Krankenhaus-Sprecher.

Grundsätzlich gelte aber nach wie vor: Wer Symptome wie Husten, Atemnot, Halsweh und Fieber zeigt und sich zuvor in einem Risikogebiet (etwa in Ischgl, am Arlberg oder in Italien) aufgehalten hat, soll in jedem Falle zu allererst die Telefonnummer 1450 anrufen. Nach wie vor gilt: Zu Hause bleiben, nicht gleich in ein Spital oder in eine Arztpraxis, mit den Expertinnen am Telefon die nächsten Schritte vereinbaren.

Eisenstadt: Kontrolle in der Eingangshalle

Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt wird die Ersttriage von Patienten sowie deren Angehörigen in der Eingangshalle umsetzen. Jede Person, die das Krankenhaus über den zentralen Eingang betritt, wird gleich in der Aula nach einem Standard-Fragebogen erstabgeklärt. Verdachtsfälle, die eine stationäre Behandlung im Spital benötigen, können danach aufgenommen werden. Milde Verdachtsfälle werden, in Absprache mit der Behörde, in Heimquarantäne entlassen.

Der Haupteingang soll nur mehr von Patienten, zugelassenen Besuchern und notwendigen Begleitpersonen benutzt werden. Schwangere und Kinder und ihre Begleitperson werden noch vor dem Hauteingang von Mitarbeitern des SecurityDienstes ersucht, zu einem separaten Krankenhauseingang zu gehen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden einen eigenen Zugang nutzen. Robert Maurer, Gesamtleiter des Eisenstädter Krankenhauses, dazu: „Unser oberstes Ziel ist und bleibt: Wir wollen Verdachtsfälle möglichst früh identifizieren und diese zielgerichtet weiter steuern. Wir wollen dabei die unnötigen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren oder am besten überhaupt vermeiden.“

KRAGES-Krankenhäuser: neue Zugangsbereiche

Auch die KRAGES-Spitäler regeln die Zugänge über gesonderte Bereiche. Auf diese wird vor dem Eingang hingewiesen. Der Ordnungsdienst wird daher alle Personen, die die Spitäler in Oberwart, Oberpullendorf, Güssing und Kittsee betreten wollen, ersuchen sich zu diesen Bereichen zu begeben. "Je früher ein CoViD-19-Verdachtsfall auffällt, um so zielgerichteter kann sich das Personal darauf einstellen und richtig reagieren, damit sich niemand ansteckt", sagt Harald Keckeis, Geschäftsführer der KRAGES. 

„Uns ist bewusst, dass es zu ungewohnten Wartezeiten vor dem Spital kommen kann. Wir haben aber gerade in krisenhaften Zeiten als Spitäler eine besondere Verantwortung, unsere Patienten und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen. Diese leisten derzeit gerade Unglaubliches und stehen im Fokus des Kampfes gegen das Coronavirus im Burgenland. Ich bin mir sicher, das ist ein paar Minuten Wartezeit wert.“

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