© Roland Pittner

Chronik Burgenland
01/18/2020

Burgenland: So viele Menschen haben in Ihrem Bezirk gewählt

Elf Prozent gaben am Vorwahltag die Stimme ab. 27.580 Bürger haben bereits gewählt. Beteiligung gegenüber 2015 gestiegen.

von Roland Pittner, Michael Pekovics

Das Burgenland wählt am 26. Jänner 2020 einen neuen Landtag. Das ganze Burgenland? Nein, denn ein Teil der 250.181 Wahlberechtigten hat ihre Stimme bereits am zweiten beziehungsweise vorgezogenen Wahltag gestern, Freitag, abgegeben. 8,6 Prozent nahmen diese Möglichkeit bei ihrer Premiere 2015 in Anspruch, am Freitag waren es genau 11,02 Prozent aller Wahlberechtigten, das sind 27.580 Menschen.

Wahlbeteiligung in kleinen Gemeinden tendenziell höher

Den verhältnismäßig stärksten Zuspruch auf Bezirksebene fand der vorgezogene Wahltag mit 12,4 Prozent im Bezirk Mattersburg. Im Bezirk Jennersdorf gingen hingegen nur 7,98 Prozent zu den Urnen. Zu den Gemeinden mit der höchsten Wahlbeteiligung gehören Badersdorf (39 Prozent), Tschanigraben (29,4) und Heugraben (29,4). Dahinter liegen Pama (28,5), Lackendorf (26,8), Rotenturm (23,2), Neutal (23,2), Pöttelsdorf (22,5), Rauchwart (21,8) und Rohr (21,6).

Weniger groß war das Interesse etwa in Bruckneudorf (4,7 Prozent), Mönchhof (5,28), Lockenhaus (5,55), Neuhaus am Klausenbach (5,8) oder Neudörfl (5,9). Im Burgenland sind bei der Landtagswahl 2020 insgesamt 250.181 Menschen wahlberechtigt. Die Auszählung der am Freitag abgegebenen Stimmzettel erfolgt erst am eigentlichen Wahltag, dem 26. Jänner 2020, gemeinsam mit den abgegebenen Stimmzetteln vom 26. Jänner sowie mit den Stimmzetteln der Briefwahl-Wähler.

Die Wahlbeteiligung in den Bezirken

Nach dem Bezirk Mattersburg mit 12,4 Prozent folgen Güssing, Oberpullendorf (beide jeweils 11,5), Neusiedl am See, Eisenstadt-Umgebung (jeweils 11,3) und Oberwart (11,0). Weit abgeschlagen ist der Bezirk Jennersdorf mit knapp 8 Prozent. Das war auch schon bei der Pemiere im Jahr 2015 so, damals gaben im südlichsten Bezirk nur 5,4 Prozent ihre Stimme ab. Die Nase vorn hatte auch damals Mattersburg mit 10,9 Prozent.

Das war der vorgezogene Wahltag

Die ersten Burgenländer schritten jedenfalls schon um 12 Uhr in Siegendorf zur Urne. Dort herrschte bereits wenige Minuten nach Wahlbeginn ein reges Kommen und Gehen.

Zeitmangel war das augenscheinlichste Motiv. „Wir haben am Samstag vor der Wahl SPÖ-Ball und das wird länger dauern“, erklärte eine Wählerin. Eine andere meinte, dass sie nur zufällig am Wahllokal vorbeigefahren war und die Gelegenheit genutzt habe: „Dann erspar' ich mir das am Sonntag, da sind mir zu viele Leute.“

"Demokratiepolitischen Beitrag leisten"

Nachdem in Siegendorf die ersten Burgenländer bereits gewählt hatten, sperrten im Laufe des Nachmittags auch die Wahllokale in den anderen Gemeinden auf, um die vorzeitige Stimmabgabe zu ermöglichen – von 18 bis 19 Uhr muss in jeder Gemeinde ein Wahllokal geöffnet haben. Als erster Spitzenkandidat gab Eduard Posch (Neos) seine Stimme ab, um „schon neun Tage vor dem Wahlsonntag meinen demokratiepolitischen Beitrag zu leisten“. 

Im nur wenige Kilometer entfernten Oberwart warteten schon kurz vor 16 Uhr die ersten Wähler  vor dem Rathaus auf ihre Stimmabgabe. „Ich bin das erste Mal am Vorwahltag hier, aber am 26. Jänner kann ich kurzfristig nicht und ich hatte keine Wahlkarte beantragt, deshalb bin ich heute hier“, sagt ein Oberwarter. Auch die anderen Wähler sind hier, weil sie am Wahlsonntag andere Pläne haben. „So können wir das bequem erledigen und müssen keine Wahlkarte beantragen“, sagt eine Oberwarterin.

Als die Türen zum Rathaus um Punkt 16 Uhr aufgingen, standen bereits mehr als 15 Wähler für ihre Stimmabgabe an.  „Heuer haben wir auch zwei Stunden länger geöffnet als bei der Premiere 2015“, sagt Roland Poiger, Amtsleiter von Oberwart. Bis 19 Uhr waren knapp 350 Wähler im Rathaus,  bis zum Wahlschluss um 20 Uhr, sollten es laut Bürgermeister Georg Rosner noch etwa 400 werden.

Auch in Eisenstadt nutzten von 16 bis 20 Uhr zahlreiche Einheimische die Möglichkeit der frühen Stimmabgabe. Vor allem zu Beginn war der Andrang recht hoch, dann flaute der Zustrom aber etwas ab – ersten Schätzungen zufolge dürften ähnlich viele Wähler ihre Stimme abgegeben haben wie vor  fünf  Jahren.

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