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Burgenland Energie: Verwirrung um Verlängerung des Vorstandsmandats

Reinhard Czerny (rechts) geht von seinem Verbleib aus. Im Bild mit Stephan Sharma (li.), mit dem er seit 2021 das Vorstandsduo der Burgenland Energie bildet.
PK ENERGIE BURGENLAND "VORSTELLUNG DER NEUEN STRATEGIE": SHARMA/CZERNY

Reinhard Czerny ist seit 2021 Finanzvorstand der Burgenland Energie AG, die via Landesholding zu 51 Prozent im Eigentum des Landes steht. Wie lange er das noch bleibt, ist offen.

Seit fünf Jahren bilden Czerny und Stephan Sharma das Vorstandsduo des Landesenergieversorgers. Als Vorstandsvorsitzender ist Sharma nicht nur nominell die klare Nummer eins, sondern auch in der Außendarstellung. Bei Pressekonferenzen von Sharma mit Eigentümervertreter LH Hans Peter Doskozil (SPÖ) war der zurückhaltende Finanzvorstand selten dabei.

Im März des Vorjahres wurden die Verträge des ungleichen Duos vom Aufsichtsrat einstimmig verlängert. Was bisher nicht bekannt war: Nur Sharmas Vertrag wurde damals um die üblichen fünf Jahre verlängert, dem 51-jährigen Czerny wurde hingegen nur eine deutlich kürzere Dauer mit Option auf Verlängerung zugestanden. Warum, ist nicht bekannt. Dass es nur ein Jahr war, dementiert Czerny am Freitag auf KURIER-Anfrage. Es sei eine „Spezialregelung“ gewesen, ansonsten wolle er das nicht weiter kommentieren, das sei Angelegenheit des Aufsichtsrates. Er, so Czerny, gehe aber davon aus, dass er die volle Funktionsperiode beim Landesenergieversorger bleibe.

Aufsichtsratsvorsitzender Johann Sereinig bestätigt dem KURIER Czernys kürzere Vertragsdauer mit Verlängerungsoption. Voraussichtlich in der ersten Sitzung nach dem Sommer werde der Aufsichtsrat über Verlängerung oder Auslaufen des Vertrags entscheiden: Die Zukunft von Czerny beim Landesenergieversorger ist demnach noch offen. 

Fürs Land ist die Burgenland Energie die beinahe einzige Cashcow im Reigen der vielen in der Landesholding gebündelten Gesellschaften. Zudem soll der Energieversorger mit seinen fast 1.000 Mitarbeitern dafür sorgen, dass das Burgenland bis 2030 bilanziell klimaneutral und energieunabhängig wird - zehn Jahre früher als Österreich.

Derzeit läuft der nach eigenen Angaben österreichweit größte Ausbau im Wind- und Photovoltaik-Bereich im Umfang von bis zu 2.000 Megawatt. Bis Ende 2026 sollen gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank und privaten Instituten insgesamt 700 Millionen Euro investiert werden. 

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