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Chronik | Burgenland
04/19/2019

Burgenland: Die 32 Straßen mit dem höchsten Verkehrsaufkommen

Verkehrszählung 2018 ergibt 67.000 Fahrzeuge täglich auf A4 bei Bruckneudorf. 32 Straßenabschnitte mit mehr als 10.000 Kfz.

Alle 1,3 Sekunden passiert ein Fahrzeug die Zählstelle der Asfinag auf der A4 bei Bruckneudorf. Dieser Straßenabschnitt ist mit 67.027 Fahrzeugen täglich der meistbefahrene im gesamten Burgenland. Der Spitzenwert liegt freilich viel höher. Am verkehrsstärksten Tag der Woche, dem Freitag, sind es sogar 76.937 Fahrzeuge, wie im Vorjahr erfasst wurde.

 

Ein Vergleich dieses Abschnitts mit 2013 ist nicht möglich, weil vor fünf Jahren die Zählstelle bei Bruckneudorf nicht einwandfrei funktionierte. Die Auswertung des Verkehrsaufkommens auf der A4 bei Parndorf, das nur wenige Kilometer entfernt liegt, zeigt aber einen deutlichen Anstieg von knapp 30 Prozent im fünfjährigen Vergleich.

Deutliche Zunahmen im Vergleich zu 2013 gibt es allerdings auch auf den anderen hochrangigen Verkehrsverbindungen des Landes. Plus 25,7 Prozent auf der A6 bei Potzneusiedl, plus 17,6 Prozent auf der A3 bei Großhöflein und jeweils rund plus 16 Prozent auf der A4 bei Sigleß und auf der S31 bei Weppersdorf.

Im Fall der sogenannten Burgenland-Schnellstraße S31 liegt der Brennpunkt bei Wulkaprodersdorf, wo im Vorjahr 25.555 Fahrzeuge täglich gezählt wurden. Der Vergleich mit 2013 ist hier ebenfalls nicht möglich, weil auch in diesem Fall die Zählstelle defekt war.

Das sind die 32 meist befahrenen Straßen des Burgenlandes

Ausgehend von dieser Analyse des Verkehrsclub Österreichs (VCÖ) hat der KURIER jene 32 Straßenabschnitte des Landes erhoben, auf denen  mehr als 10.000 Fahrzeuge täglich unterwegs sind. Der Großteil liegt im Norden entlang der A4 im Bezirk Neusiedl am See sowie im Bereich der Landeshauptstadt, wo A3 und S31 enden. Einzig die A2 bei Loipersdorf-Kitzladen im Bezirk Oberwart schafft es in diesem Ranking unter die besten zehn.

Unter diesem Link gibt es die folgende Übersicht der 32 meist befahrenen Straßen des Burgenlandes in voller Bildbreite.

Asfinag investiert in die Infrastruktur

Die Asfinag trägt dieser Entwicklung Rechnung und baut  im Nordburgenland ihre Infrastruktur aus. Am kommenden Mittwoch, 24. April, beginnen die Arbeiten für die Erweiterung des Verkehrskontrollplatzes beim Grenzübergang Nickelsdorf, elf Millionen Euro werden investiert. Die Kontrollfläche wird vergrößert, außerdem werden ein Flugdach sowie Containerbüros errichtet, um bessere Bedingungen zur Überprüfung von Fahrzeugen im Grenzbereich zu schaffen.

Wie notwendig diese Kontrollen sind, zeigen die Zahlen des Verkehrskontrollplatzes bei Bruck/Leitha auf der A4: Im vergangenen Jahr musste bei mehr als 360 Kontrolldurchgängen 631 Mal die Weiterfahrt untersagt werden. Mehr als 170 Kennzeichen wurden aufgrund technischer Mängel abgenommen und mehr als 2.900 Anzeigen wegen Vergehens gegen die Sozialvorschriften im Schwerverkehr (Ruhezeiten) erstattet. Derzeit sind österreichweit 14 dieser multifunktionalen Prüf-Areale in Betrieb.