Schnellstraße S31

© CLAUDIA KOGLBAUER/Claudia Koglbauer

Oberpullendorf
03/17/2013

Bis zur Verlängerung der S 31 ist es noch weit

Laut SPÖ laufen die Planungen für die Weiterführung der S31 auf Hochtouren, die ÖVP spricht von Verzögerungen.

von Claudia Koglbauer-Schöll

Die geplante Verlängerung der S 31 von Oberpullendorf bis an die ungarische Staatsgrenze sorgt seit Jahren für (politischen) Zündstoff. Während die SPÖ nun versichert, dass der Ausbau „auf Schiene“ sei, spricht man bei der ÖVP von „Verunsicherung der Bevölkerung und Verzögerungen“.

Bei einem Lokalaugenschein beim Kreisverkehr an der B 50 zwischen Oberpullendorf und Steinberg-Dörfl erklärte SPÖ-Verkehrssprecher Günter Kovacs , dass „die Verlängerung der S 31 mit der B 61a bis zur Staatsgrenze das wichtigste Verkehrsprojekt im Mittelburgenland sei“. Immerhin würden 8000 Anrainer auf eine Entlastung vom erhöhten Verkehrsaufkommen setzen. Aus dem Büro des zuständigen SPÖ-Landesrates Helmut Bieler ist zu hören, dass die Planungen der B 61a „auf Hochtouren laufen“. Noch heuer soll Baubeginn sein. „Die Grundeinlöse ist bereits zu mehr als 85 Prozent abgeschlossen, ebenso die strategische Umweltprüfung (SUP).“ Auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung werde freiwillig durchgeführt und laufe seit 21. Dezember.

Protest

ÖVP-Landtagsabgeordneter Werner Gradwohl ist von den Fortschritten weniger überzeugt. „Die UVP beginnt erst, wenn alle Unterlagen veröffentlicht und in den Gemeinden zur Einsicht aufliegen. Das ist bisher noch nicht passiert.“ Außerdem würden die Anrainer der Siedlung Sonnriegel in Steinberg-Dörfl weiterhin gegen den geplanten Trassenverlauf protestieren. Der Grund: Die Straße wird 245 Meter von ihren Häusern entfernt vorbeiführen.

Konter kommt aus dem Büro-Bieler: Die Trassenentscheidung sei nach Überprüfung von Experten gefallen. Bei der Siedlung Sonnriegel werde die Trasse in Tieflage gebaut, ein vier Meter hoher Sichtschutzdamm errichtet.

Umweltanwalt Hermann Frühstück versichert hingegen, dass die UVP noch nicht bei ihm eingelangt sei. „Wenn die Unterlagen eingelangt sind, haben alle Beteiligten noch Gelegenheit, Stellungnahmen abzugeben. Wenn alles nach Plan laufe, könnte sich die UVP heuer noch ausgehen. Kommen Einsprüche, wird es aber knapp“, sagt der Umweltanwalt.

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