Chronik | Burgenland
01.03.2013

Bei Mineralwasser-Firma sprudeln neue Ideen

Mit Hilfe einer Marketingoffensive und Millionen-Investitionen will das Unternehmen positiv bilanzieren.

Noch vor etwa einem Jahr stand dem südburgenländischen Mineralwasserhersteller Güssinger Beverages in Sulz das Wasser bis zum Hals. Die Bilanz des Unternehmens, das seit 2005 zum saudi-arabischen Konzern AHQ gehörte, war tiefrot. Jetzt, mehr als ein Jahr später, hat sich das Blatt gewendet. „Es schaut wieder gut aus bei Güssinger“, sagt Geschäftsleiter Stefan Lehrmayer.

Vergangenen September hatte die österreichische E&A Beteiligungs GmbH Güssinger übernommen. Seither seien wesentliche Weichenstellungen passiert. So wurde der Betrieb nach der Übernahme genau durchleuchtet. Dabei seien gewisse Abteilungen geschlossen, ein Wechsel von Lieferanten sowie Optimierungen der Arbeitsabläufe vorgenommen worden. Auch die Zahl der Mitarbeiter hat sich verändert. Waren vor einem halben Jahr noch 35 Beschäftigte in dem Unternehmen tätig, seien es heute weniger als 30. „Wir werden aber noch weitere Positionen besetzen“, verspricht der Geschäftsleiter.

„Schwarze Null“

Das Unternehmen werde heuer „eine schwarze Null“ schreiben, also ausgeglichen bilanzieren, davon ist Stefan Lehrmayer überzeugt. Eine Marketingoffensive soll unter anderem zum gewünschten Erfolg verhelfen. So fungiert die Basketballmannschaft „Güssinger Knights“ seit Kurzem als Werbeträger.

In den kommenden Monaten werden auch neue Etiketten in den Farben grün, blau und violett sowie Glasflaschen auf den Markt kommen. Bei den Glasflaschen wolle man die in der Gastronomie gefragten 0,33 und 0,75 Liter Flaschen produzieren. Dafür wird eine eigene Glasabfüllanlage errichtet.

Zwei bis drei Millionen Euro will Güssinger heuer investieren. Zur Freude von Bürgermeister Wilhelm Pammer. „Güssinger ist nicht nur der größte Kommunalsteuer-Zahler unserer kleinen Gemeinde (1044 Einwohner, Anm.), sondern als Betrieb mit 200-jähriger Tradition auch historisch nicht unbedeutend.“ Einziger Wermutstropfen sei, dass heute nur 30 bis 40 Prozent der Mitarbeiter aus dem Ort kämen. Vor 20 Jahren waren es 80 Prozent.