Chronik | Burgenland
04.02.2018

Bauernbund forciert Frauen für die Landwirtschaftskammerwahl

Mehr als 60.000 Stimmberechtigte am 11. März.

Gut vier Monate nach der Bürgermeister-Stichwahl steht im Burgenland wieder ein (kleiner) Wahlsonntag auf dem Kalender. Am 11. März findet die Landwirtschaftskammerwahl statt. Mehr als 60.000 Personen sind wahlberechtigt. Wählen darf, wer mindestens 16 Jahre alt und Eigentümer oder Pächter von zumindest 5700 großen land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken im Burgenland ist.

Neues Quartett

Anders als bei der letzten Wahl vor fünf Jahren, als nur der ÖVP-Bauernbund (73,7 Prozent) und die SPÖ-Bauern um Stimmen gekämpft haben, rittern diesmal auch wieder die blauen Bauern und erstmals die Grünen um die insgesamt 32 zu vergebenden Mandate. Neu sind die Spitzenkandidaten aller Fraktionen: Für den Bauernbund will Nationalrat Niki Berlakovich den Präsidentensessel verteidigen, für die SPÖ tritt Michael Glauber an, für die Freiheitlichen Thomas Karacsony und die Grünen bieten mit Landtagsabgeordnetem Wolfgang Spitzmüller und Irmi Salzer eine Doppelspitze.

Nach Beschluss der Landesliste des Bauernbundes ist Spitzenmann Berlakovich besonders stolz, dass der Kandidaten-Pool deutlich weiblicher und jünger geworden ist. Bei den Frauen gebe es ein Plus von 17 Prozent im Vergleich zur letzten Wahl, die ersten 18 Plätze sind im Reißverschlusssystem besetzt. Hinter Berlakovich kandidieren Irene Deutsch und Jungbauer Martin Öhler.

Berlakovich hat schon angekündigt, im Fall des – anzunehmenden – Wahlsiegs Nationalrat bleiben zu wollen, aber auf den Bezug des Präsidenten zu verzichten. Als Präsident würde Berlakovich auf eine alte Bekannte treffen: Die Landesregierung ist Aufsichtsorgan der Kammer, zuständige Landesrätin ist Verena Dunst ( SPÖ), mit der Berlakovich von 2005 bis 2008 in der Regierung saß – damals war er Agrarlandesrat.