Chronik | Burgenland
18.06.2018

Aufräumen nach Nova Rock und Vorfreude auf nächstes Festival

Trotz hinterlassener Müllberge ziehen Einsatzkräfte und Gemeinde positive Bilanz.

„Leiwand war’s, alles hat gepasst.“ Kurz und prägnant schildert Julia aus Graz dem KURIER ihren Eindruck vom Nova Rock Festival im nordburgenländischen Nickelsdorf. Vergangenen Mittwoch waren die ersten Besucher zu dem Festival auf die Pannonian Fields angereist, am Montag herrschte rund um die Grenzgemeinde zu Ungarn Aufbruchsstimmung.

225.000 Besucher wurden bei dem Konzertereignis gezählt, viele von ihnen machten sich erst zu Wochenbeginn auf die Heimreise. „Die Abreise hat wirklich gut funktioniert, dank unseres Verkehrskonzepts hat es keine Staus gegeben“, schildert Maria Werdenich von der Landespolizeidirektion Burgenland.

Räumtrupps

Gleichzeitig haben die Aufräumarbeiten begonnen. Hunderte Zelte, Schlafsäcke und sogar volle Bierdosen wurden am Festivalgelände zurückgelassen. Räumtrupps mit 150 Mitarbeitern werden in den kommenden Tagen für Ordnung sorgen. Auch die Mitarbeiters des Bauhofes Nickelsdorf waren am Montag damit beschäftigt Spuren des Events zu beseitigen, schildert Bürgermeister Gerhard Zapfl (SPÖ).

Bilanz zogen am Montag auch die Einsatzkräfte. 250 Polizisten hatten an den fünf Festival-Tagen – ebenso wie die Besucher – mit den Naturgewalten zu kämpfen. Die starken Regenfälle zum Auftakt ließen viele Rockfans samt ihrer fahrbaren Untersätze im pannonischen Schlamm versinken.

Die Polizei kontrollierte insgesamt 2500 Fahrzeuglenker, insgesamt 29 Führerscheine wurden abgenommen. Das Rote Kreuz führte 2158 Behandlungen durch. „Das ist weniger als im Vorjahr“, erklärt Rot Kreuz-Sprecher Tobias Mindler.

15 Bauern und andere Grundeigentümer haben die insgesamt 120 Hektar Grünfläche auch heuer an die Nova Rock GmbH. verpachtet, erzählt Landwirt Christian Schmidt. „Das Nova Rock zahlt sich für uns finanziell aus.“ Die Pachtsummen will er aber nicht nennen.

Auch die Gemeinde profitiere vom Festival: „Am Montag waren noch sämtliche Wirtshäuser und die Tankstelle voll, weil sich die Leute vor der Heimreise noch stärken wollten“, sagt Bürgermeister Zapfl. Wer für’s nächste Nova Rock Festival ein Zimmer im Ort buchen möchte, ist damit wohl zu spät dran: „Wir sind für 2019 bereits ausgebucht.“