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Asbest im Burgenland: Burgenland bekommt Hilfe vom Bund

Bundeskanzler kündigt Gründung einer Arbeitsgruppe durch den Bund an. Land und Greenpeace reagieren positiv.
Eine Person mit grüner Jacke und Mundschutz untersucht kniend einen steinigen, grauen Boden auf einer weiten Fläche im Freien.

Zusammenfassung

  • Bundeskanzler Stocker kündigt nach Gesprächen mit Ungarn die Einrichtung einer Arbeitsgruppe zur Asbestbelastung an.
  • Greenpeace und das Land Burgenland begrüßen den Schritt und fordern weitere Maßnahmen sowie Kooperation mit Ungarn.
  • Das Land Burgenland betont die Notwendigkeit bundesweiter Regelungen und verweist auf Deutschland als Vorbild.

Nach dem Besuch von Ugarns Premier Magyar, bei dem auch die Asbestkontamination im Burgenland und in Westungarn Thema war, kündigte Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) die Einrichtung einer Arbeitsgruppe Asbestbelastung durch den Bund an. 

Sowohl das Land Burgenland als auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßten den Schritt am Donnerstag.

Stefan Stadler, wissenschaftlicher Experte bei Greenpeace Österreich, erklärte: „Wir freuen uns sehr, dass Kanzler Stocker unsere Forderungen nach einem Krisenstab und nach einer Kooperation mit Ungarn umgesetzt hat. Wichtig ist jetzt, dass die burgenländische Landesregierung diesen Weckruf hört und endlich die notwendigen großflächigen Maßnahmen setzt, wie sie in Niederösterreich und Ungarn bereits umgesetzt werden.“ Greenpeace hatte wiederholt Kritik an der Landesregierung geübt, was den Umgang mit der Asbest-Causa betraf.

Asbest im Burgenland

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Landesamtsdirektor-Stellvertreter Andreas Temmel verlautete via Aussendung, dass der Bund mit der Gründung der Arbeitsgruppe einer Forderung des Landes Burgenland nachkommen würde: "Offenbar ist endlich allen Beteiligten klar, dass es um eine gesamtösterreichische Thematik geht, die nicht allein vier burgenländische Steinbrüche betrifft.  Bundeskanzler Christian Stocker hat nach Wochen erkannt, was wir immer schon gesagt haben: dass für alle verbindliche Regeln fehlen", so Temmel.

Dass eine Regelung möglich ist, zeige Deutschland vor, wo die dortigen Gefahrstoffverordnung diese Materie klar regle, heißt es seitens des Landes. 

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