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Wie hoch ist die Belastung? Neue Asbest-Zahlen aus Großpetersdorf

Messungen reichen von 95 bis 13.000 Fasern pro Kubikmeter Luft. Jeztzt sind weitere Schritte geplant.
Viele kleine, unterschiedlich gefärbte Steine liegen dicht nebeneinander auf dem Boden.

Zusammenfassung

  • Asbest-Messwerte auf einer Schotterstraße in Großpetersdorf variieren je nach Bedingungen deutlich.
  • Höchstwert bei Messung im Mai: rund 13.000 Fasern pro Kubikmeter Luft.
  • Bewässerung gestartet, dauerhafte Maßnahmen wie Asphaltierung geplant.

Die Asbest-Messwerte auf einer Schotterstraße in Großpetersdorf (Bezirk Oberwart) zeigen deutliche Unterschiede je nach Witterung und Staubaufkommen. Nachdem Anfang Mai erhöhte Werte festgestellt worden waren, wurden Maßnahmen zur Staubminimierung gestartet. Nun hat das Landesmedienservice Burgenland weitere Zahlen veröffentlicht.

Eine Messung am 10. Februar 2026 ergab bei feuchter Witterung einen Wert von 95 Fasern pro Kubikmeter Luft. Unter trockenen und wärmeren Bedingungen waren seitens der Taskforce höhere Werte erwartet worden.

Am 7. Mai wurde eine Messung bei hohem Staubaufkommen durchgeführt. Dabei wurden rund 13.000 Fasern pro Kubikmeter Luft festgestellt. Das dabei erzeugte Staubaufkommen liege deutlich unter jenem bei üblichen Alltagsbedingungen, hieß es in der Aussendung.

Eine zusätzliche Messung am 19. Mai erfolgte unter realen Bedingungen. Die Ergebnisse lagen am Freitag vor: Im Durchschnitt wurden 300 Fasern pro Kubikmeter Luft gemessen. Diese Daten bilden nun die Grundlage für weitere Maßnahmen.

Asbest im Burgenland

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Festgehalten wurde zudem, dass auf der betroffenen Straße Fräsmaterial beziehungsweise recyceltes Material verwendet wurde, das „auf mechanische Einwirkungen anders reagiert als klassische Schotteroberfläche“. Dies sei zu vergleichbaren Situationen in anderen Gemeinden mitzudenken.

In Großpetersdorf wird die Fläche bei trockenen Verhältnissen nun bewässert. Zusätzlich wird eine dauerhafte Bindung der Oberfläche vorbereitet, etwa durch eine Asphaltierung oder das Aufbringen einer Spritzgussdecke. Die Maßnahmen erfolgen in Abstimmung zwischen Gemeinde und Taskforce. Nach deren Umsetzung sollen weitere Messungen die Wirksamkeit überprüfen.

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