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Chronik Burgenland
02/04/2021

2021 mehr Radar- und Lkw-Kontrollen im Burgenland geplant

Weniger Unfälle und Todesopfer 2020. Land und Polizei wollen positiven Trend heuer fortsetzen.

von Stefan Jedlicka

Auch wenn Corona durch einen Rückgang des Verkehrs im Burgenland um fast ein Drittel im vergangenen Jahr mithalf: Es war eine erfreuliche Bilanz 2020, die Landespolizeidirektor Martin Huber und Andreas Stipsits, Leiter der Landesverkehrsabteilung, präsentieren konnten. Die Zahl der Verkehrsunfälle sank von 788 im Jahr 2019 auf 676, die Zahl der Verkehrstoten von 33 auf 18. Und: Das Burgenland ist das einzige Bundesland, in dem 2020 kein Fußgänger bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam.

Handy am Steuer im Fokus

Ziel sei nun, den Trend fortzusetzen, betonte der zuständige Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ). "Die Schwerpunkte der Verkehrsstrategie 2020 stehen weiterhin im Zentrum für mehr Verkehrssicherheit". Im Fokus stehen dabei die Hauptunfallursachen: Unachtsamkeit und Ablenkung, Vorrangverletzung und Rotlicht-Missachtung sowie erhöhte Geschwindigkeit, so Landespolizeidirektor Huber. Rund 3.600 Lenker wurden im Vorjahr wegen Handy-Telefonierens angezeigt, eine Steigerung von 15% gegenüber 2019. Weiters wurden die Kontrollen auf Gemeinden- und Freilandstrafen im Vorjahr intensiviert. 2020 gab es 2.900 Geschwindigkeitsanzeigen im Ortsgebiet. "Neben der nicht angepassten Geschwindigkeit ist auch die Ablenkung eine der Hauptursachen bei Verkehrsunfällen", betonte Oberst Stipsits: „Wir haben festgestellt, dass einige tödliche Verkehrsunfälle vermutlich durch Ablenkung passiert sind."

Mehr Schwerverkehrskontrollen

Das Land werde heuer die Schwerverkehrskontrollen intensivieren: Im Jahr 2020 gab es 400 Einsatztage, für 2021 sind 700 vorgesehen. Durch die Errichtung von 14 Radarboxen in den vergangenen Monaten erwarte man sich ebenfalls eine Erhöhung der Verkehrssicherheit. Jeweils zwei Kästen pro Bezirk wurden in Abstimmung mit der Polizei aufgestellt. In Kooperation mit den Gemeinden sind außerdem mobile Geschwindigkeitskontrollen geplant, speziell vor Schulen oder Kindergärten.

Und Dorner verwies auf den laufenden Sicherheitsausbau der S31 sowie auf den bevorstehenden Start des Sicherheitsausbaus entlang der S4.

Verlängert wird der Workshop „Kindersicherheit auf dem Fahrrad“, an dem 2020 schon 630 burgenländische Volksschüler teilnahmen, sowie das Präventionsprojekt „Close to“, bei dem junge Menschen mit Gleichaltrigen konfrontiert werden, die einen Unfall verursacht haben. Die jungen Unfalllenker leisten Präventionsarbeit, indem sie über ihre Geschichte und die Konsequenzen berichten.

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