15 Jahre nach dem ersten Meistertitel
Der Auftakt ins Achtelfinale gegen Gmunden hat einen historischen Hintergrund.
Wenn am Sonntag (14 Uhr) die Oberwart Gunners gegen die Gmundner Schwäne im Play-off-Achtelfinale in die letzte Phase der laufenden Basketball-Saison starten, weckt das beim Autor nostalgische Gefühle. Schließlich war es die Mannschaft aus Oberösterreich, gegen die die Basketballer aus dem Südburgenland ihren ersten Meistertitel feiern durften.
Damals, im Jahr 2011, schrieb das Team rund um Bernd Volcic, Hannes Ochsenhofer, Hannes Artner und Co. Geschichte. Nach all den Jahren des Wartens, des Hoffens, der Rückschläge – 14 Anläufe, fünfmal knapp dran – war es plötzlich Realität. Dieses 77:75 gegen die Swans Gmunden war kein normales Spiel, es war ein Nervenkampf bis zur letzten Sekunde. Als nach dem vierten Viertel die Schlusssirene ertönte, explodierten alle Emotionen, die sich über all die Jahre angestaut hatten: Jubel, Erleichterung, pure Emotion.
Mehr als nur ein Titel
Es war sofort klar, dass hier mehr gewonnen wurde als ein Meistertitel. In diesem Augenblick fiel all das ab, was sich über Jahre angestaut hatte. Dass ausgerechnet Bernd Volcic seine Karriere mit diesem Triumph beendete und Neno Asceric jene Mannschaft zum Titel führte, gegen die er früher selbst erfolgreich war, wirkte fast wie eine Drehbuch direkt aus Hollywood. Und genau deshalb fühlt sich dieses Duell auch heute noch besonders an. Wenn die Oberwart Gunners am Sonntag im Play-off-Achtelfinale erneut auf die Swans Gmunden treffen, dann ist das nicht nur der Auftakt in eine neue Serie – es ist auch eine Begegnung mit der eigenen Vergangenheit.
Oberwart geht als Zweiter in die Play-offs, mit Heimvorteil, viel Erfahrung und dem Selbstbewusstseins eines back-to-back Champions. Natürlich ist der dritte Titel in Folge das Ziel von Headcoach Horst Leitner, der Mannschaft und der gesamten Organisation. Vielleicht ist es diesmal nur ein Achtelfinale – oder wieder der Anfang von etwas, das weit über eine Saison hinaus in Erinnerung bleibt.
Kommentare