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Oberwart-Szombathely
01/22/2015

100 bis 200 Millionen Euro für Bahnprojekt nach Ungarn

600.000 Euro werden bereits in Evaluierung investiert. Grüne hoffen auf Umsetzung

von Roland Pittner

Der Personenverkehr wurde in Oberwart schon Ende 2012 von den ÖBB eingestellt. Den Güterverkehr wickelt die Steiermarkbahn ab. Vor allem Holz wird noch über die Gleise transportiert, sowie Güter vom Stahlbaubetrieb Unger Steel in Oberwart.

In Zeiten des Wahlkampfs kommt auch wieder das Interesse an der Bahn in Fahrt. „Während der burgenländische Landeshauptmann Niessl dem Niedergang seit Jahren zuschaut, macht er parallel mit einem Neubauprojekt nach Ungarn Landtags-Wahlkampf“, kritisiert Christiane Brunner von den Grünen.

Spatenstich

Der Spatenstich für die Wiedererrichtung der Bahnstrecke Oberwart-Szombathely wurde schon einmal durchgeführt, der KURIER hat 2002 darüber berichtet. Züge sind aber immer noch keine unterwegs. „Es ist ein heller Silberstreif am Horizont, dass das Grenzbahn-Projekt nach Szombathely im Juncker-Paket der EU und in der jüngsten Projektliste einer EU-Taskforce erwähnt wird“, meint die Grüne Umweltsprecherin.

Seit dem Vorjahr läuft die Evaluierung, 600.000 Euro wurden für die Vorbereitungen und die Machbarkeitsstudie des Projektes investiert. Das Land Burgenland und die Westpannonische Entwicklungsagentur auf ungarischer Seite arbeiten hier zusammen. „Gemeinsam mit Fachleuten der TU Wien und dem Institut für höhere Studien werden konkrete Trassenvarianten und Wirtschaftlichkeitsberechnungen durchgeführt“, sagt Landesverkehrskoordinator Peter Zinggl. Mit einem Ergebnis ist in den nächsten Monaten zu rechnen. Über die Kosten gebe es nur Schätzungen, „die gehen von 100 bis 200 Millionen Euro“, sagt Zinggl. Unklar ist bisher auch die Finanzierung des Projekts.

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