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Buzz
04/15/2015

Liebesgrüße aus der goldenen Ära der Computermagazine

Das Portal "Kultboy" hat sich der Dokumentation von Power Play, ASM, Amiga Joker & Co. verschrieben.

Man nannte sie Heimcomputer. Durch sie konnte man in den Achtziger Jahren und den beginnenden Neunzigern, auch zuhause in fremde Spielwelten eintauchen - ohne eine Münze nach der anderen in Arcade-Automaten zu versenken. Das Internet war allerdings noch kein Faktor in den Haushalten, daher wurden die Infos über die Neuheiten am Spielemarkt aus Computerspielmagazinen bezogen. Die bunten Heftchen waren Pflichtlektüre im Pausenhof. Der Erscheinungstag der neuen Ausgaben von 64er, Power Play, ASM oder Amiga Joker wurde fast genau so heiß erwartet wie die neuen Schöpfungen der Softwareschmieden.

Ähnlich rasant wie die Entwicklung der Computersysteme war auch das Kommen und Gehen der diversen Kult-Gazetten. Bis die Gamer schließlich Spieletests fast ausschließlich über die Online-Portale konsumierten.

Retro-Gamer

Michael Schmitzer, Jahrgang 1980, ist ein Retro-Gamer. Der Wiener gründete 2002 die Plattform Kultboy.com. Auf dem auch optisch nach wie vor altertümlich wirkenden Portal lässt er seiner Lust an den pixeligen Kultspielen freien Lauf. Mit einer Handvoll Gleichgesinnten hat er Tausende von Magazincovern eingescannt und machte die damals so beliebten Spieletests auch online verfügbar. Angefangen hat es zunächst mit Computerspiel-Verrissen, wie Schmitzer im Email-Interview erklärt: "Gute Spiele bleiben meist in Erinnerung. Da dachte ich mir in den Anfängen: Was ist eigentlich mit den schlechten Spielen? Und so kam die Idee, das ganze mal von der anderen Seite zu starten. Das Konzept wurde aber nach gut einem Jahr ausgebaut, da immer mehr Anfragen kamen, wieso es keine Testberichte von Klassikern wie 'Monkey Island' zu lesen gibt".

Bilder: Die schrägsten und coolsten Computermagazine

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This undated photo provided by The Andy Warhol Mus…

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Viele Erinnerungen

"In den alten Spielen stecken einfach so viele Erinnerungen, deswegen spiele ich sie so gerne", erklärt der Retro-Gamer die Faszination. "Natürlich gefällt mir auch der Pixel-Look bei den alten Spielen, und dass es damals noch echt tolle Spiel-Ideen gab, im Gegensatz zu heute."

Das Besondere waren für den Computer-Aficionado aber auch die Redakteure hinter den Magazinen. "Man identifizierte sich mit diesen. Im Prinzip kann man sagen: Das waren damals meine Helden der Jugendzeit. Erst durch die Redakteure wurden die Hefte zum Kult-Status. Sei es jetzt einePower Play, ASM, Amiga JokeroderPC Player." Manche dieser "Helden" würden auch bei seiner Plattform vorbeischauen und aufKultboy.comKommentare zur damaligen Zeit und über ihre Erlebnisse verfassen.

Zu aktuellen Computermagazinen greift der Betriebselektriker schon lange nicht mehr. "Wozu auch?" meint Schmitzer. "Im Internet finde ich nach wenigen Mausklicks alle Infos, nach denen ich gesucht habe." Eine Ausnahme macht er hingegen bei den Retro-Heften, die vor einigen Jahren wieder eine Nische gefunden haben, wie etwaRETURNoderRetro Gamer.

Großes Thema Retro

Ob die Retro-Gaming-Szene ein nennenswerter Faktor ist? Schmitzer: "Natürlich gibt es viele Rückmeldungen! Das Thema Retro ist derzeit voll im Kommen und betrifft alle Bereiche im Leben. Die Leute erinnern sich gerne zurück, was sie damals als Kind gespielt haben und wollen auch diese Spiele wieder spielen. Du brauchst ja nur mal auf eine Retrobörse in Linz oder Wien vorbeischauen, was dort los ist. Jede Altersgruppe findest du dort."

Als seine ewigen Top 3 unter den Kultspielen nennt "Kultboy" übrigens: "Civilization", "Siedler 1" und "Zak McKracken".

LINKS:

Kultboy.com - das Portal zu den alten Computermagazinen

Spieleveteranen.de - Retro-Portal mit einem Podcast, auf dem Magazinredakteure über die alten Zeiten plaudern

GOG.com bietet PC-Spieleklassiker an, die es zumeist nicht mehr im Einzelhandel zu kaufen gibt

amigaemuboard.net bietet Informationen über sogenannte Emulatoren, auf denen man Amiga-Spiele am PC nachspielen kann

c64games.de - Infos über Commodore C64-Emulatoren

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