Dinge, die der Fan eigentlich nicht braucht

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Foto: Band/Label/Shop

Nur ein T-Shirt mit dem Logo der Lieblingsband zu tragen, ist vielen zu wenig Fanliebe. Es muss schon etwas Besonderes sein.

Die Zeiten, als lange Haare, zerrissene Jeans und ein Nirvana-Shirt reichten, um seine Zugehörigkeit zu seiner Band darzustellen, sind schon lange vorbei. Das wissen vor allem die Produzenten von Merchandise-Artikeln. Allerdings greifen diese dabei öfter mal daneben und erfinden Sachen, die noch nicht mal der Hardcore-Fan wirklich braucht.

Als Fan von Justin Bieber reicht es natürlich nicht, wenn sein Konterfei die Wände, die T-Shirts, die Bettdecke, das Schulheft und die Brieftasche ziert. Nein, der Traum aller Schwiegermütter muss auch beim Duschen zusehen - vielleicht wird er tatsächlich mal lebendig. Auch Trash-Metal-Helden feiern Weihnachten. Passend dazu gibt es den Slayer-Weihnachts-Pullover, zum Wärmen oder Fremdschämen. Das selbe Ding gibt es auch von Exzentriker Morrissey. Ob er von der Existenz dieses Fanartikels etwas weiß, bleibt dahingestellt. Fans von Ween sind kreativ. Oder auch nicht. Geht es nach den Produzenten dieses Malbuchs, reicht die Fähigkeit der CD-Käufer nur fürs Ausmalen verschiedener Bildchen. Okay, dass Kondome mit Bandlogos verziert werden, ist nicht neu. Das machten schon Kiss, Slayer und auch U2 zu "Achtung Baby"-Zeiten. Zahnpflege ist wichtig. Das wissen auch die Jungs von One Direction. Keine Ahnung wer das ist? Macht nix, wir auch nicht. Was viele nicht wissen, Noel Gallagher hatte mal eine eigene Adidas-Sneaker-Linie. Wahrscheinlich um seinem Bruder Liam damit ordentlich in den Hintern zu treten. Lange bevor die Welt von Marilyn Manson hörte, schockierte Alice Cooper die Menschheit - und verkaufte Unisex Mascara, damit die Augen auch morgens um sechs noch schön schwarz sind. Einen Gummiball für den Strand soll diese schwarze Kugel darstellen. Natürlich muss man sich auch dort als Fan der Band outen. Wenn man sich allerdings vorstellt, dass Lemmy in Badehose am Strand den Whiskey gegen den Ball tauscht.... Ach, lassen wir das. Kiss verkauft so ziemlich alles, wo der Schriftzug auch nur irgendwie drauf passt. Inklusive Lebensmittel. Neben Cornflakes darf auch das Schleckeis nicht fehlen - das irgendwie aussieht wie ein ekliges Jolly. Hat man genug geleckt, sich mit Cornflakes vollgestopft und das Kiss-eigene Bier getrunken darf man dann auch mal abtreten. Standesgemäß natürlich im Kiss-Sarg. So etwas gibt es übrigens auch von der Band Lamb of God. Wer es mit dem Sterben nicht ganz so eilig hat und noch die schönen Dinge im Leben genießen will, kann sich ein spezielles Merchandise-Produkt von Rammstein zulegen. Darin zu finden sind Silikon-Dildos, Handschellen und Gleitgel.

(Kurier / moe) Erstellt am
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