Glööckler kommt mit Adels-Entourage

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Foto: rts Glööckler kommt mit viel Adel.

Mit einer ganzen Gruppe an Adeligen besucht Harald Glööckler den Opernball.

Es wird wohl die opulenteste Loge am Wiener Opernball 2013: Der extravagante deutsche Designer Harald Glööckler wird das Fest am 7. Februar mit einer ganzen Entourage an Adeligen besuchen. "Ich freue mich sehr auf den Wiener Opernball und bin dort, um mit Freunden einen schönen Abend zu verbringen", sagte Glööckler gegenüber der APA. Zu Richard Lugner wollte sich der Designer nicht mehr äußern: "Das ist ein netter älterer Herr, jeder soll machen, was ihm Spaß macht."

Glööckler gibt heuer sein Opernball-Debüt. "Ich wollte bereits ein paar Mal gehen, aber es ist sich zeitlich nie ausgegangen", meinte der Designer. Am 7. Februar will der Stardesigner dafür gleich zwei Jubiläen auf dem Fest feiern: 25 Jahre Partnerschaft mit seinem Lebensgefährten Dieter Schroth und das 25-jährige Bestehen seines Unternehmens. Dass der zur Opulenz neigende Glööckler den prunkvollen Ball liebt, liegt auf der Hand. "Es ist ein so wundervolles Fest in einer wundervollen Location. Er ist traditionsbewusst, aber gleichzeitig extravagant. Und das ganze mit einem Augenzwinkern - so wie ich", schwärmte der Designer.

Im Hotel Imperial wird abgestiegen

Herr Glööckler Foto: VOX/Granada Der Modemacher wird einen Tag vor dem Opernball nach Wien fliegen und gemeinsam mit Freunden - "wie sich das gehört" - die Fürsten-Suite im Hotel Imperial bewohnen. "Vor dem Ball geht es zum obligatorischen Dinner im Hotel Sacher", sagte Glööckler. Begleitet wird der Deutsche von seinem Lebensgefährten Dieter Schroth, einigen engen Freunden wie Rita Schmidt und Xenia Prinzessin von Sachsen Herzogin zu Sachsen, Michael Prinz von Preußen, Brigitta Prinzessin von Preußen sowie der Fürstin von Urach/Gräfin von Württemberg, seinem Management aus den USA und Deutschland, vier Bodyguards, seiner Visagistin und seinem Friseur. "Wenn nicht die opulenteste, haben wir auf jeden Fall die aristokratische Loge", freute sich der Designer.

"Ein bisschen 'too much'"

Welches Outfit der Exzentriker tragen wird, wollte er nicht verraten. "Die Vorschriften sind klar definiert: Frack bei Männern, daran werde ich mich selbstverständlich halten. Aber ich werde trotzdem schön glamourös sein", versprach er. Lediglich von Xenia Prinzessin von Sachsen Herzogin zu Sachsen könnte er in Sachen Prunk noch übertroffen werden. "Es ist wie in der k.u.k. Monarchie - ein bisschen 'too much'". Das einzige Problem bei so viel Glamour: Auf der Tanzfläche zieht man schnell die Blicke auf sich. "Wir müssen im Stillen Walzer üben, ohne Generalprobe geht mit unseren Roben gar nichts", meinte Glööckler.

"Lugner ist ein netter, älterer Herr"

Über seinen Disput mit Richard Lugner wollte sich Glööckler nicht weiter äußern. "Ich habe nichts gegen Richard Lugner, ich wollte nur klarstellen, dass ich nicht sein Gast bin. Wenn ich auf den Opernball gehe, dann miete ich mir selbst eine Loge und lasse mich nicht einladen und dafür bezahlen. Herr Lugner war übrigens Ende der 1990er-Jahre auf einer meiner Couture Shows in Stuttgart. Er rief bei uns an und fragte, ob er nicht eine Einladung bekommen könnte. Dort hat er auf meine Freundin Gina Lollobrigida eingeredet, dass sie ihn auf den Opernball begleiten soll. Sie jedoch wollte damals offensichtlich nichts mit Herrn Lugner zu tun haben."

Lugners Opernball-Gäste

Die 85-jährige Gina Lollobrigida wird mit Lugner auf den Opernball gehen. Der letzte ihrer über 60 Filme liegt bereits 18 Jahre zurück, den Italienern gilt die Lollobrigida aber bis heute als Ikone und wird liebevoll "Gina Nazionale" genannt. Mit ihrer Kollegin Sofia Loren ist sie einer der wenigen italienischen Stars, die auch in Hollywood Karriere machten. Einst galt sie als Sexsymbol und wurde zu den schönsten Frauen der Welt gezählt. Nach der Schauspielerei begann sie in den 1980er-Jahren eine Karriere als Fotografin und Bildhauerin. Richard "Mörtel" Lugner erster Opernball-Gast für 2013 ist Mira Sorvino, die für den Film "Geliebte Aphrodite" 1996 den Oscar und Golden Globe erhielt. In dem Woody Allen-Streifen spielte sie die Rolle der sehr einfach gestrickten Prostituierten Linda. Nach dem Höhenflug mit "Geliebte Aphrodite" wurde es schon Ende der Neunziger wieder ruhig um sie. Es folgten eher kleine Produktionen wie "Auf den ersten Blick" und "Summer of Sam". Seit einigen Jahren gibt's fast ausschließlich Auftritte im TV ("Dr. House") für Sorvino. 2005 wurde sie  für die Fernsehminiserie "Human Trafficking" erneut für einen Globe nominiert. Seit 2004 ist sie mit dem 14 Jahre jüngeren Schauspieler Christopher Backus verheiratet. Die beiden haben vier gemeinsame Kinder: Mattea Angel, Johnny Christopher King, Holden Paul Terry und Lucia. Skandalfrei ist Sorvino wirklich - so wie von Lugner angekündigt. Und etwas langweilig vielleicht. Rein optisch dürfte sie den "Vor-Baumeister" aber zufrieden stellen. Wir zeigen Ihnen die bisherigen Gäste von Richie:
Den Anfang machte US-Sänger Harry Belafonte 1992. Damals war noch kaum Medienrummel um Lugners Gast vorhanden, weswegen wir nur mit einem aktuellen Foto von Belafonte während der Berlinale 2011 dienen können. Anders sieht es da schon 1993 aus: Joan Collins war damals Lugners Gast. Erstmals stand der Baumeister mit seinem Star im Blitzlichtgewitter. 1994 begleitete Lugner eine andere Diva: Ivana Trump
Angeblich kostete Mörtel dieser Auftritt nach heutiger Währung rund 35.000 Euro. 
Fotos wurden zwar gemacht, wüste Raufereien unter den Reportern blieben aber noch aus. 1995 gab es dann schon Rangeleien an der Treppe zu den Logen: Diva Nr. 3, Sophia Loren, war damals sein glanzvoller Opernball-Aufputz. Nach den Diven war 1996 das schrille Bond- und Disco-Girl Grace Jones zu Gast. Um Lugner kümmerte sich diese allerdings weniger, sondern mehr um ihren Begleiter - was "akustisch klar wahrnehmbar" war, wie Lugner später erzählte. Blaues Blut hielt 1997 mit Sarah Ferguson, der Herzogin von York, Einzug. Das Blitzlichtgewitter ließ die Herzogin fast ohne Regung über sich ergehen. 

(Bild: Martina und Werner Fasslabend, Sarah Ferguson, Christine und Richard Lugner) 1998 setzte Lugner auf Schauspielerin Raquel Welch, die der Öffentlichkeit damit wieder in Erinnerung gerufen wurde. "Zwischendurch haben wir eh Jüngere", so Richie galant wie immer. 1999 glänzte einmal mehr eine Schauspielerin in der Oper: Faye Dunaway.

Allerdings war in diesem Jahr auch Dolly Buster zu Gast, die großes Medieninteresse hervorrief. 2000 gab es gleich zwei Gäste: Jaqueline Bisset und "Naddel" Nadja Abdel Farrag (Bild). Ein Engel auf dem Opernball: 2001 amüsierte sich die 2009 verstorbene Farrah Fawcett mit dem Mausi und Richie.

Lugner beschwerte sich damals über Fawcetts schwierigen Manager, dieser wollte für alle Extraeinlagen "eine Menge Geld". 2002 konnte der Baumeister endlich die italienische Schauspielerin Claudia Cardinale am Opernball begrüßen. Einmal hatte die Diva schon abgesagt - gegen 1 Uhr rauschte die Diva aber auch schon wieder ab. Der Rummel war ihr wohl zu viel. Nicht weniger Trubel musste 2003 Pamela Anderson über sich ergehen lassen. 
"So arg wie heuer war es noch nie", stöhnte Lugner danach. Auch Anderson war das Gedränge nicht besonders angenehmen: "Ich war wirklich in Panik", erklärte die Ex-Badenixe. Nach dem eher schrillen Auftritt mit Pamela Anderson setzte Mörtel im Jahr 2004 bei der Wahl seiner Opernballbegleitung auf mehr Seriosität und holte Schauspielerin Andie MacDowell nach Wien. Die gab sich allerdings dann auch eher langweilig. Scharf und vor allem turbulent wurde es 2005, als Lugner das Ex-Spice-Girl Geri Halliwell zum obligatorischen Walzer aufforderte. Doch die "Gewürznelke" verweigerte den Tanz, versteckte sich vor den Fotografen und schwieg zu Fragen der Journalisten. Kurz nach Mitternacht rauschte sie ins Hotel ab. Lugner schaffte es nicht einmal, sich von ihr zu verabschieden. 2006 holte Lugner mit Carmen Electra den zweiten "Baywatch"-Star  in die Wiener Hofburg. Auch sie "floh" noch vor Mitternacht aus der Oper. Paris Hilton sorgte 2007 als sein 17. Operngast für das bisher größte Mediengedränge. So schaffte es die Hotelerbin und Neo-Rennstallbesitzerin erst in die Oper, nachdem die Polizei eingriff und ihr Platz verschaffte. Professionell absolvierte sie anschließend ihren Auftritt, verkündete wie "wunderbar der Opernball" sei und wie sehr ihr alles gefalle.

Bild: Paris Hilton, Alfons Haider, Staatsoperndirektor Ioan Holender, Anna Netrebko und Richard Lugner. Aber um 00:30 Uhr war auch sie weg. Dem Party-Girl folgte 2008 die Edel-Stripperin Dita von Teese. Eingeladen wurde Von Teese auf dringenden Wunsch von Töchterchen Jacqueline Lugner. Doch der Herr Papa wusste mit der Amerikanerin offenbar weniger anzufangen. Sie sperrte sich fast eine halbe Stunde lang in der Toilette ein. Zu einer regelrechten Fotografen-Schlacht kam es 2009. Nicollette Sheridan wurde bereits beim Aussteigen aus dem Auto von den Promi-Fotografen geradzu erdrückt. Beschützt von Bodyguards und äußerst entnervt versuchte sie sich ihren Weg in die Oper zu bahnen. 

Abgerundet wurde die Szene von einem Zaungast, der mit Lugner-Maske vor dem Starlett auf und ab hüpfte und schrie: "Ich bins, der Richie! 2010 hatte Lugner mit seinem Gast so seine liebe Not. Erst sollte Lindsay Lohan kommen, die verpasste allerdings ihren Flieger. Pop-Titan Dieter Bohlen samt Freundin Carina sprang ein. Karima El-Marough alias "Ruby" wurde 2011 eingeladen. Die Presse mockierte sich über den Gast - immerhin war sie lediglich dafür bekannt, mit Silvio Berlusconi ein angebliches Techtelmechtel gehabt zu haben. Da konnten sogar Pamela Anderson oder Dita von Teese noch mehr. Doch immerhin ließ sich "Ruby Rubacuore" sogar auf die Tanzfläche bitten. APA6744956-2 - 03022012 - WIEN - ÖSTERREICH: ZU APA 360 CI - Dschungelcamp-Teilnehmerin Michaele Schäfer und Richard Lugner am Freitag, 03. Februar 2012, anl. einer Autogrammstunde in einem Erotikshop in der "Lugner City" in Wien. APA-FOTO: HERBERT NEUBAUER epa01730754 US actress Pamela Anderson (L) with Prince Marcus of Anhalt (R) at the opening of the 'VIP Club' in Frankfurt, Germany, on 14 May 2009.  EPA/UWE ANSPACH BASIS epa03559976 Italian actress Gina Lollobrigida, 85, poses in her house in Rome, Italy, 28 January 2013. Lollobrigida has pressed charges against her 44-year-old ex-companion for allegedly trying to swindle a court into making him the recipient of her estate. She told authorities in Rome Sunday that her ex-companion married her by proxy in Barcelona by obtaining private documents from the 1950s film star. According to her and her lawyer, the alleged swindler has performed other cons in the past. Her relationship with the man in question lasted from 2006 to 2007.  EPA/ALESSANDRO DI MEO
(APA / mich) Erstellt am
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