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Hoch im Kurs: Es liegt etwas in der Luft – am Sonntag heben die Skispringer in Oberstdorf zur 61. Vierschanzentournee ab.
Hoch im Kurs: Es liegt etwas in der Luft – am Sonntag heben die Skispringer in Oberstdorf zur 61. Vierschanzentournee ab. - Foto: APA/ANDREAS GEBERT

Letztes Update am 28.12.2012, 13:00

Zwei ÖSV-Adler als Tournee-Favoriten. Titelverteidiger Gregor Schlierenzauer und Andreas Kofler sind die heißesten Anwärter auf den Tournee-Sieg.

Am Sonntag heben die Adler in Oberstdorf zur 61. Tournee ab. Welche Springer stehen dabei im Fokus?

- Gregor Schlierenzauer Was so ein Tourneesieg alles bewirken kann? Seit sich der Tiroler im Vorjahr seinen Kindheitstraum erfüllt hat, wirkt er wie ausgewechselt. Weniger gestresst, weniger angespannt, weniger genervt. Diese Lockerheit und sein außergewöhnliches Talent machen Schlierenzauer zum erklärten Tournee-Favoriten. Beim Weltcup-Leader und dreifachen Saisonsieger gibt es nur ein Fragezeichen: Wie wird er auf die ständigen Vergleiche mit Matti Nykänen reagieren? Schlierenzauer trennen nur noch drei Weltcupsiege von der finnischen Nummer 1 (46 Erfolge).

KURIER-Wertung: 5 von 5 Sternen

- Andreas Kofler Die bisherigen Saisonleistungen (zwei Siege) und sein Status als Tournee-Sieger (2009/’10) machen Kofler zum ersten Herausforderer seines Tiroler Landsmanns. „Ich merke, dass ich gut drauf bin“, sagt der 28-Jährige lächelnd.

KURIER-Wertung: 4,5 von 5 Sternen

- Severin Freund Der Deutsche hat das Zeug zum Tournee-Sieger. Immerhin gewann er heuer bereits zwei Mal und trug bis zur Tournee-Generalprobe in Engelberg das gelbe Trikot des Weltcup-Führenden. Unklar ist, wie Freund und seine Kollegen mit der neuen Erwartungshaltung in Deutschland umgehen.

KURIER-Wertung: 4 von 5 Sternen

- Anders Bardal Der Norweger ist keiner, der die Gegner in Grund und Boden springt, aber das muss er auch nicht, um den großen Coup feiern zu können. Mit Konstanz und der Eichhörnchentaktik hat Bardal im Vorjahr genug Punkte gesammelt, um den Weltcup zu gewinnen. Eine Strategie, die durchaus auch bei der Tournee erfolgreich sein kann. In der Vergangenheit haben schon mehrmals Springer triumphiert, die kein einziges Tournee-Springen gewonnen haben.

KURIER-Wertung: 3,5 von 5 Sternen

- Andreas Wellinger Im Sommer gehörte der 17-Jährige noch dem deutschen C-Kader an, mittlerweile wird der junge Senkrechtstarter als Geheimfavorit für die Tournee gehandelt. Wellinger, dem Experten Überflieger-Potenzial bescheinigen, landete in diesem Winter schon auf dem Podest und ist für einen 17-Jährigen äußerst konstant – wie der vierte Platz im Weltcup beweist. Der Trubel zwischen Oberstdorf und Bischofshofen wird aber größer sein als bei den bisherigen Saisonspringen in Kuusamo oder Sotschi.

KURIER-Wertung: 3 von 5 Sternen

- Thomas Morgenstern Zwar reiste der Kärntner mit dem gelben Trikot von der ersten Weltcup-Station in Lillehammer ab, doch richtig zufriedenstellend ist die Saison für den erfolgsverwöhnten 26-Jährigen noch nicht verlaufen. Vielleicht hilft dem Tournee-Sieger von 2010/’11 die Geburt von Tochter Lilly auf die Sprünge.

KURIER-Wertung: 3 von 5 Sternen

- Simon Ammann Der vierfache Olympiasieger hat mit der Tournee seit Jahren eine Rechnung offen. Die Tournee ist die einzige wichtige Trophäe, die dem Schweizer in seiner Sammlung noch fehlt. Bei der Generalprobe in Engelberg hatte Ammann allerdings keinen guten Eindruck hinterlassen. Ein schlechtes Omen, denn in Adlerkreisen gilt: Wer in Engelberg nicht in Form ist, der wird auch bei der Tournee nicht zum Höhenflug ansetzen.

KURIER-Wertung: 2 von 5 Sternen

- Wolfgang Loitzl 11, 9, 6, 4 – die Formkurve des Routiniers zeigt steil nach oben. Nicht zu vergessen: Der Steirer weiß, wie man die Tournee gewinnt (Sieger 2008/’09).

KURIER-Wertung: 2 von 5 Sternen

- Jaka Hvala Der Slowene hat definitiv das Potenzial zum Top-3-Springer, ob das bei dieser starken Konkurrenz aber reicht, um die Tournee zu gewinnen?

KURIER-Wertung: 0,5 von 5 Sternen

 

Tournee-Programm

 

29. Dezember:

Oberstdorf, Qualifikation.

30. Dezember:

Oberstdorf, Springen.

31. Dezember:

Partenkirchen, Qualifikation.

1. Jänner:

Partenkirchen, Springen.

3. Jänner:

Innsbruck, Qualifikation.

4. Jänner:

Innsbruck, Springen

5. Jänner:

Bischofshofen, Qualifikation.

6. Jänner:

Bischofshofen, Springen.

(kurier) Erstellt am 28.12.2012, 13:00

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