Dabbur kommt nicht zu Red Bull Salzburg

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Foto: APA/EPA/OLIVIER HOSLET Munas Dabbur (l.) wird kein Salzburger.

Österreichs Winterkönig und Grasshoppers Zürich beendeten die Verhandlungen.

Damit ein Transfer zu einem positiven Abschluss kommt, müssen normalerweise immer alle drei Beteiligten Abstriche machen. Bewegt sich eine Partei überhaupt nicht, dann kommt dieser in den meisten Fällen eben nicht zustande. So ist es auch passiert im Werben von Salzburg um Grasshoppers-Stürmer Munas Dabbur. Dessen Schweizer Arbeitgeber hielt stur an den Ablöseforderungen für den Israeli fest. Am Montag fiel deshalb bei Red Bull die Entscheidung, die Verhandlungen zu beenden. "Das Gesamtpaket hätte passen müssen. Und das hat nicht gepasst. Wir haben unser Limit", erklärte Sportchef Christoph Freund dem KURIER.

Mehrere Verhandlungsrunden

Fehlende Hartnäckigkeit kann man den Verantwortlichen von Red Bull Salzburg nicht vorwerfen. Schon am Mittwoch waren die die ersten Gespräche mit dem Schweizer Rekordmeister in einer Sackgasse angelangt. Die Züricher bewegten sich nicht, hielten stur an ihren Forderungen weit jenseits der Red-Bull-Schmerzgrenze fest.

Und trotzdem kam noch einmal Bewegung in die Causa. Salzburg startete am Wochenende noch einen Versuch, nachdem Dabbur, der mit dem neuen Salzburg-Trainer Oscar Garcia bei Maccabi Tel Aviv zusammengearbeitet hatte, Druck aufgebaut und erklärt hatte, nur nach Salzburg wechseln zu wollen. Deshalb kam es am Sonntag in Zürich zu einer weiteren Verhandlungsrunde. Doch das Ergebnis war ident mit jenem von Mitte der Woche. Es kam zu keiner Einigung.

Ein Neuzugang

Salzburg wird am heutigen letzten Transfertag laut Freund "mit großer Wahrscheinlichkeit" keinen Spieler verpflichten. Damit wird der brasilianische Defensiv-Allrounder Bernardo (RB Brasil) der einzige Neuzugang bleiben. "Wir haben immer erklärt, dass wir der Meinung sind, einen sehr guten Kader zu haben. Daran hat sich nichts geändert", sagt der Salzburger Sportchef.

Der Red-Bull-Kader ist ja gerade in der Offensive weder qualitativ noch quantitativ schlecht besetzt. Obwohl Torjäger Jonatan Soriano im Herbst wegen Verletzungen nicht immer zur Verfügung stand, schossen die Salzburger in der Bundesliga mit 44 Toren die mit Abstand meisten Treffer und überwinterten auf Platz eins. Der Spanier plagte sich auch in der Vorbereitung mit Schmerzen im Oberschenkel. Am Samstag war er im letzten Test gegen Sandhausen (1:1) allerdings im Einsatz.

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(KURIER) Erstellt am
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