Diwali führt Indien zur Erleuchtung

Heute startet das indische Lichterfest. An vier Tagen wird mit vielfältigen Bräuchen Diwali gefeiert.

Deepawali oder Diwali ist sicherlich das größte und hellste aller Hindu-Feste. Es ist das Fest der Lichter, das vier Tage das Land erleuchtet. Jeder dieser Tage wird von einer anderen Tradition geprägt, doch dreht sich alles um das Leben, seine Freude und Güte. Der Ursprung von Diwali kann bis ins alte Indien zurückverfolgt werden, als es vermutlich noch ein Erntefest war. Allerdings gibt es verschiedene Legenden zur Herkunft. Einige besagen, dass die Feier der Hochzeit von Lakshmi mit Lord Vishnu gewidmet sei. Während andere das Festival auf die Verehrung der Mutter Kali, die dunkle Göttin der Kraft, zurückführen. Auch Lord Ganesha, der elefantenköpfige Gott, das Symbol des Glücks und der Weisheit, wird an diesen Tagen in den meisten hinduistischen Häusern verehrt. Die Beleuchtung der Häuser mit Lichtern und den Himmel mit Feuerwerkskörpern, ist ein Ausdruck der Dankbarkeit für Gesundheit, Reichtum, Wissen, Frieden und Wohlstand. Jeder Tag hat seine eigene Geschichte, Legende und seinen Mythos: Am ersten Tag räumt man das Haus auf und dekoriert es, kauft neue Kleidung, Kochutensilien, Wertgegenstände und Schmuck - vornehmlich aus Gold oder Silber. Der zweite Tag gilt als der Tag, an dem Krishna den Dämonen Narakasur besiegt. Zum Ritual des Festes gehört, dass die Menschen vor Sonnenaufgang aufstehen und ein Bad mit wohlriechendem Öl nehmen. Man zündet Lämpchen an, trägt neue Kleider, besucht und beschenkt sich mit Süßigkeiten, abends zündet man Feuerwerke und Knallfrösche. Der dritte Tag ist der Göttin Lakshmi geweiht und gilt in Nordindien als wichtigster Tag der Festlichkeiten. Es heißt, dass Lakshmi nicht in Wohnungen einkehre, vor denen keine Lichter stehen und die nicht aufgeräumt und gesäubert wurden. Der vierte Tag, an dem Krishna und Vishnu verehrt werden, heißt Govardhan Puja und er gilt als erster Tag des neuen Jahres. Ehefrauen schwenken ein Tablett mit Lichtern segnend um den Kopf ihrer Ehemänner herum und tupfen ihnen dann einen Segenspunkt auf die Stirn.

An Diwali - in einigen Regionen wird das Fest auch Deepavali genannt - werden Lampen angezündet, um den Sieg des Guten über das Böse zu feiern. Man trägt neue Kleider und macht Geschenke. Gebete gehen zu Lakshmi, der Göttin des Wohlstands, des Glücks und der Schönheit. In Nordindien gleicht Diwali gleichzeitig dem Neujahrstag.

(KURIER) Erstellt am
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