Fischer rügt "bösartigen" Strache: "So nicht!"

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Foto: KURIER/Jürg Christandl Heinz Fischer sieht sich genötigt die "Stopptaste" zu drücken.

Den Kanzler als "Staatsfeind" zu bezeichnen - das habe in Österreich "nichts verloren".

Bundespräsident Heinz Fischer hat FPÖ-Parteiobmann Heinz-Christian Strache nach dessen Rede beim Neujahrstreffen am Samstag scharf kritisiert. Es müsse "unverzüglich und rechtzeitig die Stopptaste gedrückt werden", wenn eine Partei den Bundeskanzler als "Staatsfeind" bezeichne, forderte Fischer am Sonntag.

Fischer: "So nicht!"

Strache hatte Bundeskanzler Werner Faymann in seiner Rede beim FPÖ-Neujahrstreffen in Wels "Staatsfeind", "Bürgerfeind" und "Österreichfeind" genannt (der KURIER berichtete). Fischer betonte, dass der kein Verständnis für eine Ausdrucksweise habe, die in einem friedlichen und demokratischen Land "absolut nichts verloren hat" und die Wahlwerbung für das Amt des Bundespräsidenten "in einer nicht vertretbaren Weise vergiftet". Eine sachliche Reaktion auf diese und "allenfalls ähnlich bösartige Äußerungen" könne nur lauten: "So nicht!", erklärte der Bundespräsident.

Ähnlich reagierte die SPÖ, die in Straches Rede eine "nicht hinzunehmende Entgleisung" ortete, wie SPÖ-Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid wissen ließ. Der Begriff Staatsfeind sei vor allem in Diktaturen gegenüber Regimegegnern gebräuchlich, erklärte Schmid. Das passe zum "autoritären Gedankengut vom (sic!) Strache".

(apa / ps) Erstellt am
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