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Kurier Fotowettbewerb 2014
Foto: FELBERTAUERNSTRASSE AKTIENGESELLSCHAFT

Letztes Update am 15.05.2013, 20:30

Felbertauern für Wochen gesperrt. Weiterhin besteht Lebensgefahr, erste Wiederherstellungsmaßnahmen erst in einigen Tagen.

Wo sich am Tag zuvor 35.000 Kubikmeter Geröll in Bewegung gesetzt haben, begannen am Mittwoch die ersten Arbeiten. Die Steinmassen zerstörten die Felbertauernstraße auf einer Länge von knapp 100 Metern. Doch bevor mit der Instandsetzung begonnen werden kann, muss erst die Gefahr beseitigt werden, sagt Michael Köll, der technische Leiter der Felbertauernstraße: „Wir waren den ganzen Tag dabei, eine Vielzahl an Löchern für eine Sprengung in die Felsen zu bohren.“

Angespannte Lage

Die dürfte erst heute erfolgen und ist dringend nötig. „Nach wie vor könnten jederzeit viele Tausend Kubikmeter Felsmaterial ausbrechen“, beschreibt Landesgeologe Hans Schroll die angespannte Lage. Die Arbeiten wurden durch starken Wind erschwert. Für heute kündigt sich auch noch Regen an, was den Einsatz noch zusätzlich erschwert. „Es könnte Wasser in den Fels eindringen und zu zusätzlichen Instabilitäten führen“, erklärt Schroll.

Allein die Felssicherungsmaßnahmen dürften mehrere Tage in Anspruch nehmen. „Wenn wir von oben sicher sind, wird es etwa drei Wochen dauern, bis wir die Befahrbarkeit wieder herstellen können“, meint Köll. Damit bleibt die Straße länger gesperrt als zunächst erhofft.

Keine Spur von Auto

Ein Phantom bleibt weiterhin jenes Auto mit Wiener Kennzeichen, das einen Holländer kurz vor dem Felssturz überholt haben soll. Mathias Außerdorfer von der Polizei Matrei: „Es gibt keine neuen Hinweise und auch keine Vermisstenanzeige. Wir haben bei Unterkünften und Hotels nachgefragt, ob Gäste nicht angekommen wären.“ Sogar Parkplätze wurden auf Fahrzeuge mit Wiener Nummer kontrolliert – nichts. Das Auto hätte auch etwa drei Kilometer nach dem Überholvorgang noch ins Virgen- oder Defereggental abbiegen können. Zu dem Felssturz kam es etwa zwölf Kilometer entfernt.

Für die Felbertauern AG bedeutete das Naturereignis einen enormen Schaden. Allein die entgangenen Mauteinnahmen dürften mehrere 100.000 Euro betragen. Reisende müssen großräumig ausweichen - etwa über die Tauern- oder die Brennerautobahn der ASFINAG. Die erwartet sich dennoch für das anstehende Pfingstwochenende keine großen Verzögerungen. „Wir haben alle Mautstellen voll besetzt“, sagt der Unternehmenssprecher Alexander Holzedl.

 

(kurier) Erstellt am 15.05.2013, 20:30

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