Zur mobilen Ansicht wechseln »
Kurier Fotowettbewerb 2014
Beim Falkensteintunnel auf der Pyhrnautobahn bei St. Pankraz löste sich die Eisplatte vermutlich durch die Sogwirkung des Tunnesportals.
Beim Falkensteintunnel auf der Pyhrnautobahn bei St. Pankraz löste sich die Eisplatte vermutlich durch die Sogwirkung des Tunnesportals. - Foto: Jack Haijes

Letztes Update am 04.01.2013, 18:10

Eisplatte krachte durch die Frontscheibe. Eine Eisplatte löste sich vom Dach eines Lkw und krachte durch die Windschutzscheibe von zwei Grazern. Sie wurden nur leicht verletzt.

Für Miguel M. und Maximilian P. ist am Donnerstag der Albtraum eines jeden Autofahrers wahr geworden: Eine Eisplatte ist auf der Autobahn bei St. Pankraz (OÖ) durch ihre Windschutzscheibe gekracht. Sie hatte sich durch die Sogwirkung der Tunneleinfahrt vom Dach eines Lkw gelöst, erklärt ein Autobahnpolizist.

Wie durch ein Wunder kamen die befreundeten Kollegen mit leichten Verletzungen davon.  Der 29-jährige P. kann im Gespräch mit dem KURIER über sein Glück nur staunen. „Ich frage mich, wie man so etwas überleben kann. Alleine der Schreck hätte einen schlimmen Unfall verursachen können.“


Gut reagiert

Die Grazer fuhren Donnerstagvormittag auf der Pyhrnautobahn gerade durch den Falkensteintunnel, als es kurz vor dem Portal einen gewaltigen Knall gab, schildert Maximilian P., der am Beifahrersitz saß: „Ich habe den Lkw kommen gesehen, dann die Eisplatte, und den Bruchteil einer Sekunde später ist uns das Ding schon um die Ohren geflogen.“

Geistesgegenwärtig bremste der 34-jährige Miguel M. seinen BMW kontrolliert ab und manövrierte ihn sicher an den Fahrbahnrand. Der tschechische Kraftfahrer dürfte vorerst nichts davon bemerkt haben. Ihm droht eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Scherben im Haar

Die beiden hatten unglaubliches Glück: Die Eisplatte bohrte sich genau zwischen den Vordersitzen durch, sagt P.: „Den Rückspiegel haben wir später im Kofferraum gefunden.“ Sein Freund M. auf der Fahrerseite erlitt eine leichte Gehirnerschütterung, als die Scheibe beim Aufprall nach innen klappte. Er verbrachte eine Nacht im Krankenhaus Kirchdorf, während sich der 29-Jährige zu Hause in Graz von seinem Schreck erholt. „Ich klaube noch immer Scherben aus meinen Haaren.“

(Kurier) Erstellt am 04.01.2013, 18:10


Diskussion

Kommentare aktualisieren
Bitte Javascript aktivieren!