Wohnen 03.03.2017

Tiny Houses: Zwerge zum Staunen

„Schutzhütte Skuta“ in Slowenien: Auf 35 m² finden bis zu acht Personen Platz. © Bild: Anze Cokl

Bewusstes Downsizing auf eine kleinere Wohnfläche kann das Leben enorm bereichern: Ein neues Buch stellt Mini-Behausungen ab vier Quadratmeter vor.

Immer mehr Menschen suchen Auswege aus unserer Überflussgesellschaft – und finden diese in sogenannten Tiny Houses. Die Gründe, seinen Wohnraum einzuschränken, können vielfältig sein: Für die einen stehen finanzielle Freiheit und Freizeit im Vordergrund – beides lässt sich mit einem kleinen Haus wesentlich steigern. Für andere sind Mobilität und der ökologische Gedanke ausschlaggebend – kleinere Gebäude schonen Boden und Ressourcen. In den meisten Fällen ist es ein Mix aus mehreren Gründen, der Menschen dazu veranlasst, Fläche und Besitztümer zu reduzieren.

Die verglasten Giebelseiten der Schutzhütte geben ein großartiges Panorama frei.
Bivak pod Skuto - OFIS Arhitekti. Foto: Anže Cokl, anzecokl.com © Bild: Anze Cokl
Wie das Leben auf kleinstem Raum funktionieren kann, zeigt Autorin Sandra Leitte: "Winzig – Innovative Häuser im Mini-Format" stellt Entwürfe mit einer Fläche zwischen vier und 95 Quadratmeter vor. Nicht alle der gezeigten Beispiele dienen als Vollzeitunterkunft. Viele sind als Wochenend- oder Ferienhaus oder gar nur als temporäre Schutzhütte konzipiert. Dennoch liefern sie viel Inspiration – dank cleverer Stauraumkonzepte.

Platzsparende Einbaulösungen und multifunktionale Möbel ermöglichen es, auch auf knappem Raum alles Wesentliche unterzubringen , ohne auf ein großzügiges Wohngefühl verzichten zu müssen. Schließlich sollte Minimalismus kein Ausdruck ungewollten Verzichts sein. Im Gegenteil: Gezielte Reduktion kann einen großen Gewinn an Lebensqualität bedeuten.

Buchtipp

Winzig von Sandra Leitte…
Winzig von Sandra Leitte © Bild: DVA
„Winzig – Innovative Häuser im Mini-Format“ von Sandra Leitte stellt 39 Beispiele der Tiny-House-Bewegung vor. Mit zahlreichen Bildern und Plänen. DVA Verlag, € 29,99
( kurier.at ) Erstellt am 03.03.2017