Wohnen 18.05.2018

Mobile Minigärten: Blühende Pflanzkonzepte

© Bild: Sibylle Pietrek/BLV Buchverlag

Das große Gartenglück braucht keine Beete: Ein Ratgeber stellt Pflanzkonzepte für große Gefäße und jede Jahreszeit vor.

Es muss nicht immer ein großer Garten sein – wer Pflanzen liebt, kann auch auf kleinen Flächen sein Glück finden. Auf dem Balkon, der Dachterrasse, beim Eingangsbereich und überall dort, wo ein leeres Plätzchen im Freien etwas Grün vertragen könnte. Wie das funktioniert, stellt Dorothée Waechter in ihrem neuen Ratgeber vor. Sie präsentiert Konzepte für große Pflanzgefäße und bietet für jede Jahreszeit neue Gestaltungsmöglichkeiten.

Die bepflanzten Kübel und Gefäße können optimal als Raumteiler und Sichtschutzelemente eingesetzt werden. Ein Topfgarten macht außerdem flexibel und hinterlässt keine Spuren. Zudem kann man den verschiedenen Ansprüchen einzelner Pflanzen besser gerecht werden. Der etwas höhere Wasserbedarf einzelner Gewächse lässt sich in einem separaten Gefäß leicht bedienen, sodass einer lang anhaltende Blütenpracht nichts im Wege steht.

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©Sibylle Pietrek/BLV Buchverlag

Drei Gefäße in Betonoptik, die sich zu einem kleinen Frühlingsgarten ergänzen.

Funktioniert als Empfangskomitee vor der Haustüre ebenso gut wie als Blickfang auf der Terrasse. Dorothée Waechter: „Die Hornveilchen geben ganz klar den Ton an und locken den Betrachter, der aus der Nähe Schachbrettblumen und Baklan-Anemonen entdeckt. Die hochwachsenden Farnblätter kommen im höchsten Gefäß im Hintergrund am besten zur Geltung. Der Efeu mit seinen langen Ranken dient als verbindendes Element zwischen den Kübeln.“

©Sibylle Pietrek/BLV Buchverlag

Die Leichtigkeit einer Sommerwiese – in einem Topf eingefangen.

Mit einem natürlichen, lockeren Wuchs startet diese Bepflanzung in den Sommer und hält sich über viele Wochen bis in den Herbst. Dabei spielt sie mit sanften Farben und schlichten Formen, ohne aufdringlich zu wirken. „Das Engelshaar, auch als Zartes Federgras bekannt, steht an erster Stelle – mit seinen filigranen Blütengrannen und dem Laubschopf verkörpert es den Inbegriff von Gras wie kaum eine andere Pflanze dieser Kategorie. Dazu gehören ungefüllte, schlichte Blütenpflanzen: Im Mittelpunkt steht der  Storchenschnabel, der seine Triebe zwischen allen Pflanzen im Gefäß verwebt. Im Lauf des Jahres wird er immer dichter und ständig erscheinen neue Knospen“, schreibt Waechter.

©Sibylle Pietrek/BLV Buchverlag

Rosaroter Zauber bis in den Winter verspricht dieses Konzept.

Durch Vielfalt entwickelt sich diese Gestaltung in den Herbstwochen und bietet immer wieder neue Attraktionen. Dorothée Waechter: „Im Herbst gibt  es viele Schönheiten, die man  gut miteinander verbinden kann. Klassiker wie Heidekraut und Chrysanthemen spielen eine ebenso große Rolle wie Besonderheiten, zum Beispiel Japanischer Garten-Enzian oder Schneefelberich. Die Töpfe sind unterschiedlich groß und verschieden bauchig – aber die reliefartige feine Bänderung ist bei beiden gleich. Sie sorgt für einen ruhigen Gegenpol zum Formenmix der Bepflanzung.“

 

©Sibylle Pietrek/BLV Buchverlag

Buchtipp

„Der mobile Garten“ – Konzepte für große Pflanzgefäße“ von Dorothée Waechter und Sybille Pietrek. BLV Buchverlag, € 20,–

( kurier.at , celm ) Erstellt am 18.05.2018