Wohnen
30.08.2018

Kompostieren: Düngerfabrik im Garten

Nach diesem langen Sommer ist ausreichend Material für den Kompost vorhanden. Wie bester Humus entsteht.

Guter Kompost ist mehr als Dünger. Er speichert Wasser und Nährstoffe, die Pflanzen zur Verfügung gestellt werden können. Wer einen Kompost hat, muss weniger düngen, gießen und Schädlinge bekämpfen. „Alleine aus den Küchenresten können Sie Kompost für rund 100 bis 200 Quadratmeter im Jahr herstellen“, schreibt Martina Kolarek in ihrem Buch „Kompostieren! Biologisch, einfach, schnell.“ Kommen noch Gartenabfälle wie Rasenschnitt hinzu, kann eine Fläche von bis zu 1000 Quadratmetern mit bestem Kompost versorgt werden.

Anleitung zu bestem Humus

So geht es: Gemüse-, Obst- und Gartenabfälle sind kein Müll, den man entsorgen muss, sondern vielmehr die Grundlage für Humus. Sie kommen in einen Sammelbehälter aus Holz, der an einem schattigen Platz im Garten steht. Wichtig ist, dass Luft an das Kompostmaterial kommt, weil es sonst zu gären beginnt. Für den Heißkompost wird neben dem Sammelbehälter ein Kompostplatz benötigt. Für den Aufbau sollte frisches und älteres, trockenes Material vorhanden sein. Letzteres wird zerkleinert und bewässert. Die unterste Schicht ist eine Dränage aus Ästen, damit überschüssiges Wasser abfließt. Darauf kommen frische Gartenreste, dann ältere Gartenabfälle, gefolgt von Küchenresten und Zweigen, Häcksel und Stroh.

Zu guter Letzt

Den Abschluss bilden Gesteinsmehl, Papier und Pappe sowie eine Schicht Erde. Nun sollte der Komposthaufen rund einen Meter hoch sein. Er wird rundum mit Erde bestreut und mit Dämmstoffen sowie einer Gartenplane eingepackt. Nach zwei Tagen sollte der Kompost eine Temperatur von 60 bis 70 Grad haben. Nach acht Tagen wird die Dämmung entfernt, nach rund sechs Monaten ist der Kompost fertig.