Hoch im Himmel: Prächtige Kirchengewölbe

Ein neuer Bildband hat Europas schönste Kirchen und Kathedralen aufgespürt: Klicken Sie sich durch die atemberaubendsten Himmels-Gewölbe!

Sakrale Baukunst aus einer faszinierenden Perspektive: Meisterfotograf Florian Monheim hat sich Kirchen und Kathedralen von acht europäischen Ländern - darunter auch Österreich - vorgeknöpft und präsentiert in seinem neuen Bildband "Gewölbe des Himmels" über 180 faszinierende Fotografien. 

Im Bild: Kostbares Kleinod spätmittelalterlicher Architektur: "King's College Chapel" in der University of Cambridge Beim Durchblättern des Buches begibt man sich auf eine historische Reise. Die Kunst, Räume mit einer gewölbten Decke aus Stein abzuschließen, beherrschte man schon im alten Ägypten. 

Im Bild: Gewölbe in der Kuppel von "Santa Maria de Burgos"/ Spanien. 1984 wurde die Kathedrale in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Für den mittelalterlichen Menschen waren Kirchen und Gewölbe ein Abbild des Himmels - und dementsprechend wurde der Gestaltung des Gewölbes besondere Bedeutung geschenkt. Dies wird beim Betrachten der Bilder auch heute noch deutlich. 

Im Bild: Blick in die Vierung der "Cathedral Church of the Holy and Undivided Trinity of Ely" - sie wurde 1180 fertiggestellt und weist mit 75 Metern das längste Kirchenschiff Großbritanniens auf. Etwa um 1100 begann man in ganz Europa, Kirchenbauten mit steinernen Decken zu versehen - auch wenn die Gründe primär praktischer und nicht ästhetischer Natur waren; ein Gewölbe war gegen Feuer resistenter als eine Holzdecke.

Im Bild: Gewölbe im Langhaus im Stephansdom Wien. Der "Steffel" gilt als einer der bedeutendsten gotischen Bauwerke in Österreich. Baumeister der späten Romantik und der Gotik entwickelten diese Technik ständig weiter und schufen immer herausragendere Strukturen. Das Gewölbe wurde zu einem unverzichtbaren Bestandteil in repräsentativen Kirchen und Kathedralen. 

Im Bild: Kapelle Heinrichs VII. in der Westminster Abbey London. Die Eigenkirche des Königshauses ist weltweit bekannt als Krönungskirche und Grablege der englischen Könige. Dass Gewölbe aber nicht immer aus Stein sein müssen, beweist zum Beispiel die gemalte Kuppel der Wieskirche Steingaden (im Bild). 1746 wurde der Grundstein für die bayerische Wallfahrtskirche gelegt, seit 1983 zählt das Rokokojuwel zum Weltkulturerbe. 135 Gotteshäuser hat der Autor besucht - von Deutschland, Österreich, Frankreich, England, Spanien, den Niederlanden, Belgien und Polen. Ob Gewölbe aus Stein oder mit kunstvollen Malereien: Entstanden ist ein wahrer Augenschmaus mit über 180 großformatigen Architekturaufnahmen.


Im Bild: Gewölbe in der Kathedrale von Murcia/ Spanien. Die Bauarbeiten waren 1467 abgeschlossen, dennoch wurde noch bis ins 18. Jahrhundert an der Kathedrale umgebaut. Florian Monheim ist es glungen, Kirchengewölbe in ihrer grandiosen Konstruktion und ihrer faszinierende Farbigkeit festzuhalten. Kurze kunsthistorische Texte informieren zusätzlich über die Geschichte des Kirchenbaus und die Kunst der Gewölbekonstruktion von der Romanik bis zum Barock. 

Im Bild: Blick in die Vierung der Stiftskirche Melk. Es ist die größte Klosteranlage des österreichischen Barock, die heute zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Buchtipp
"Gewölbe des Himmels" von Florian Monheim. 
Erschienen in der Rolf Heyne Collection, € 100,80.
(KURIER.at) Erstellt am
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