Wohnen 03.02.2012

Garderoben: Heimkommen und wohlfühlen

Im Vorraum werden viele Funktionen vereint. IMMO verrät, wie man die Eingangszone optimal nutzt und dafür sorgt, dass auch die Optik stimmt.

Singles, Studenten, Familien oder Senioren: Jeder wohnt anders. Einen Ort, an dem Schlüssel, Schuhe, und Jacken, Hauben, Hüte und Schals versorgt werden, braucht aber jeder.

Je kleiner der Raum, desto mehr zählen Ordnung und eine funktionelle Einrichtung. Die setzt sich aus einer geschickten Lichtregie, der Farb- und Materialwahl sowie Möbeln und Dekoration zusammen. IMMO hat die besten Tipps, wie man den Eingangsbereich effizient gestaltet – auf kleinem und großem Raum.

Wenig Platz

Klappbare Möbel, wie etwa der Schuhschrank von Ikea eignen sich für kleine Vorzimmer.
© Bild: Ikea

Helle Eingangshallen findet man heute meist nur noch in alten Häusern. In Neubauten ist dafür weniger Platz, die Gänge sind oft schmal und fensterlos. Damit der Raum trotzdem gut genutzt werden kann, ist ausreichende Beleuchtung notwendig.

Im Vorfeld sollte überlegt werden, durch welche Türen oder Fenster Licht zu welcher Tageszeit einfällt. Danach richtet sich die Anzahl der benötigten Lampen. Pendelleuchten sollten im Abstand von etwa drei Metern an der Decke montiert werden. Spots an der Garderobe sorgen für bessere Übersicht. Wandleuchten in Bodennähe schaffen eine beleuchtete Bahn. Ein Dimmer erzeugt sanftes Licht und ist ideal, wenn Kinder im Haushalt leben. Es erleichtert die Orientierung und verhindert, dass die Kleinen stolpern, wenn sie nachts zur Toilette tapsen.

Funktionale Aufwertung

Ablagen, wie etwa "Saucer" von Schönbuch, dienen als Sammelstelle für Schlüssel, Briefe und Zeitungen.
© Bild: schönbuch gmbh

Einbauschränke oder ganze Garderobenelemente sind platzsparend und können den Gang funktional aufwerten. Der Vorteil: Chaos lässt sich schnell hinter Türen verstauen. In beengten Fluren sollte man besser zu schmalen Einbauten in hellen Farben greifen. Ein Spiegel erweitert das Raumgefühl und ist für einen Outfit-Check vor dem Weggehen unverzichtbar.

Gibt es einen Treppenaufgang oder Nischen, die sich nutzen lassen? Ein Stuhl oder Hocker, der das Anziehen der Schuhe bequemer macht, erweckt tote Winkel zum Leben. Eine Fensternische kann zur Sitzbank umfunktioniert werden, unter deren Deckel sich Stauraum verbirgt. Praktisch zu nützen sind hohe Räume: Sie eignen sich für Wandregale oder Zwischendecken.

Schlüsselhaken sollten in der Nähe des Eingangsbereichs montiert werden. Für die Post sind Sideboards oder kleine Körbe ideal. Bunte Glasschalen können als Auffangvase für Einkaufslisten und Notizen dienen.

Stimmiges Farbenspiel

Blickfänger, die einen praktischen Zweck erfüllen, werten den Vorraum auf: Ein Stuhl, etwa von Fritz Hansen
© Bild: Fritz Hansen

Ein stimmiges Farbensemble lässt selbst im schlichtesten Treppenhaus eine angenehme Atmosphäre entstehen. Natur- und Pastelltöne wirken einladend, schaffen Weite und Helligkeit. Neutrale Farben verlangen aber auch Kontraste.

In einem schmalen Eingangsbereich eignet es sich, die Wand farblich zu teilen. Dabei sollte die Sockelfarbe dunkler sein als die obere Partie. Ansonsten belässt man es lieber bei Akzenten. Ein Streifen – hoch oder quer – ist eine sinnvolle Lösung. Auch Möbel oder Holztreppen, die in leuchtenden Tönen lackiert sind, garantieren einen dekorativen Effekt.

Oft sind es nur ein paar Quadratmeter, die für die Garderobe zur Verfügung stehen. Im Eingangsbereich wird nicht nur Kleidung aufbewahrt, er ist auch die Visitenkarte der Wohnung: Besucher erhalten hier den ersten und letzten Eindruck davon, wie die Bewohner leben.

( Kurier ) Erstellt am 03.02.2012