Wohnen
05.12.2018

Draußen klirrend kalt, drinnen warm und behaglich

Die Trends bei Kachelöfen und Heizkamine geht zu automatisierten Modellen, während das Design geradliniger wird.

Holzöfen liegen zurzeit im Trend. Vor allem in der Übergangszeit ist es angenehm, wenn es eine zusätzliche Wärmequelle gibt – zumal Holz eine günstigere Alternative zu Öl-, Gas- oder Elektroheizungen ist.

Wer vor der Entscheidung zwischen Kachelofen oder Heizkamin (auch Schwedenofen genannt) steht – zwei sehr unterschiedlichen Systemen, sollte genau wissen, was vom Ofen erwartet wird. Während Kacheln, Schamottsteine und Zugsystem Wärme lange speichern und langsam an die Umgebung abgeben, speichert der Heizkamin sie nicht. Dafür bietet er dank großer Sichtfenster den Blick in das Flammenspiel. Allerdings hat heute fast jeder neu errichtete Kachelofen ebenfalls eine kleine Glasscheibe. „Der Trend geht eindeutig zum Feuerschauen“, sagt Thomas Schiffert, Geschäftsführer des Österreichischen Kachelofenverbands. Laut Verband gibt es in 460.000 Haushalten in Österreich einen Kachelofen.

Kachelöfen werden vor Ort von Ofensetzern aufgebaut, der Heizkamin ist vorgefertigt und muss nach dem Aufstellen nur noch an den Kamin angeschlossen werden.

Automatische oder per Handyapp gesteuerte Öfen liegen im Trend, Elektronik wird mittlerweile in jedem zweiten Ofen verbaut. Es gibt auch Modelle, welche die Holzzufuhr automatisch machen. Optisch geht der Trend in Richtung mehr Farbe, nicht mehr nur Schwarz oder Grau, sowie in Richtung geradliniges Design. Außerdem werden Holzöfen immer bedienungsfreundlicher: der Ofen kann auch dann entzündet werden, wenn man nicht zu Hause ist, man kontrolliert und steuert ihn per App und er kann die ganze Nacht durch Wärme abgeben.

Preislich ist der Kachelofen mit rund 10.000 Euro deutlich teurer. Wenn nicht nur geheizt, sondern auch Wasser erhitzt werden soll, dann ist mit Mehrkosten zu rechnen. Der Heizkamin beginnt preislich bereits ab 1000 Euro.

Für die Planung und Errichtung eines Holzofens ist jedenfalls ein Hafner und idealerweise auch der Rauchfangkehrer beizuziehen. Die wichtigste Voraussetzung ist ein ausreichend dimensionierter Rauchfang, vor allem beim Kachelofen ist auch auf die statische Belastbarkeit zu achten.