Alexandra Dallinger über die richtige Planung

Stuhl
Foto: Hersteller / Dallinger

Die Geschäftsführerin von freiraum* Gartenarchitektur über Möglichkeiten, häufige Fehler, Beleuchtungkonzepte und die Vorteile der professioneller Beratung.

KURIER: Warum soll man sich über die Gestaltung von Sitzplätzen im Freien Gedanken machen?

Dallinger: Stellt man Möbel einfach in die Wiese, versinken sie im Gras, beschädigen den Rasen und die Tischplatte ist schief. Daher sollte man schon beim Erstellen des Gartenkonzepts berücksichtigen, wie viele Plätze benötigt werden, wo man sitzen möchte und wofür der Platz genutzt wird – ob zum Speisen, Lesen oder Sonnenbaden. Ein Essplatz sollte etwa nicht zu weit von der Kochstelle – egal ob Indoor oder Outdoor Küche – oder dem Grillplatz entfernt sein. Die Wahl des Standortes kann je nach Jahreszeit und Sonnenstand variieren. Während man im April die ersten Sonnenstrahlen genießt, meidet man im Hochsommer direkte Sonne.

Welche Vorteile hat ein Holzdeck und welche Arten eignen sich dafür besonders gut?

Die Oberfläche ist nie zu heiß oder kalt, man kann barfuß gehen und es als Sitzplatz verwenden indem man sich einfach auf den Boden setzt. Geeignet ist Lärche wobei es auf die Qualität ankommt ob sie schiefert. Teak Holz ist besonders hart und schiefert nicht – doch selbst wenn es aus zertifiziert nachhaltigem Anbau stammt, möchte nicht jeder Tropenholz verwenden. Als Alternative gibt es Eichenholz. Wie Teak hat es Festigkeitsklasse 1. Es ist eine heimische Art und trägt dem Trend der Ökologie und Nachhaltigkeit Rechnung.

Wie kann in einem bestehenden Garten nachträglich eine Beleuchtung integriert werden?

Es gibt Leselampen fürs Freie, die man in bestehenden Gärten perfekt nachrüsten kann. Die kabellosen Leuchten brauchen keinen Strom, sondern produzieren mithilfe eines Fotovoltaikpaneels Energie und sind so konstruiert, dass sie der Wind nicht umblasen kann.

Welche Fehler kann man vermeiden und welche Vorteile bringt eine professionelle Beratung?

Probleme entstehen, wenn zu klein geplant wird und man sich vorher nicht überlegt, welche Möbel wo hinkommen. Oder wenn man zu wenig beziehungsweise gar keinen Sonnenschutz einplant. Wer professionelle Beratung in Anspruch nimmt profitiert von der jahrelangen Erfahrung des Experte. Er berücksichtigt Punkte, an die die Gartenbesitzer oft nicht denken.Hinzu kommt das technische Know-how: Etwa wie ein Holzdeck aufgebaut wird oder welche Hölzer und Pflanzen sich eignen.

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(kurier) Erstellt am
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