Laut neuer Umfrage befürwortet die Mehrheit der Österreicherinnen ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie

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Gastronomie
01/16/2015

Zwei Drittel für generelles Rauchverbot

Große Mehrheit auch für Anhebung der Altersgrenze für Verkauf auf 18 Jahre.

Nahezu zwei Drittel (63 %) der Österreicher befürworten die Einführung eines generellen Rauchverbots in der Gastronomie. Dies ist ein Ergebnis einer repräsentativen Gallup-Umfrage unter 1000 Österreicherinnen und Österreichern, die Freitagvormittag im Rahmen einer Pressekonferenz der ExpertInnen-Initiative "Don't Smoke" präsentiert wurde.

Unter den Nichtrauchern liegt der Grad der Zustimmung bei 83 Prozent, aber sogar ein Viertel der Raucher kann einem Rauchverbot etwas abgewinnen.

Frauen stimmen einem generellen Rauchverbot in der Gastronomie öfters zu als Männer (70 % versus 56 %).

Mehr als 80 Prozent der Befragten sprechen sich für eine Anhebung der Altersgrenze für den Verkauf von Tabakwaren auf 18 Jahre aus. Auch 64 Prozent der Raucher äußern sich zustimmend. Selbst die jüngere Bevölkerungsgruppe der unter 30-Jährigen spricht sich mehrheitlich für diesen Vorschlag aus (76 %).

Höhere Tabaksteuer?

Und 60 Prozent der Bevölkerung sind laut der Gallup-Umfrage für eine Erhöhung der Tabaksteuer, um Information und Beratung zum Rauchstopp zu finanzieren. Allerdings herrscht in der Gruppe der RaucherInnen eine hohe Ablehnung gegen diesen Vorschlag (77 %).

Die Zahl der Raucher liegt in dieer Befragung etwas über den gängigen veröffentlichten Werten: 35 Prozent der Befragten gaben sich als Raucher aus, 65 Prozent bezeichneten sich als Nichtraucher.

Ermutigung

"Diese Ergebnisse ermutigen uns sehr, weiterhin für einen besseren (Nicht-)RaucherInnenschutz in Österreich zu kämpfen", sagt der Initiator der Initiative, Univ.-Prof. Hellmut Samonigg, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie & Medizinische Onkologie sowie Leiter der Klinischen Abteilung für Onkologie am LKH-Universitätsklinikum Graz.

Mehr als 21.000 Österreicher haben sich innerhalb von drei Monaten der Bewegung Don't Smoke angeschlossen und die Petition unterzeichnet. Der Journalist Kurt Kuch hat von Beginn an diese Initiative massiv unterstützt. "Durch seinen tragischen Tod hat er entscheidend dazu beigetragen, Dynamik in die politische Diskussion zu bringen", so die Organisatoren in einer Aussendung.

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