Wo das Klima demnächst zu kippen droht

Im September 2017 registrierten Satelliten erstmals drei Wirbelstürme gleichzeitig: Katia, Irma und Jose
Ab wann wird ein System zerstört? Das kann zwar nicht präzise berechnet, aber klar eingegrenzt werden.

Die Erderwärmung bringt große Risiken für die Menschheit, so zum Beispiel durch zunehmende Wetterextreme wie Hitze, Dürren, Extremregen und stärkere Tropenstürme, aber auch durch den Meeresspiegelanstieg sowie den Verlust von Ökosystemen. Diese Klimafolgen können zu Ernteausfällen mit Hunger, Ausbreitung von Krankheiten, zahlreichen Todesopfern, Massenmigration und im schlimmsten Fall zu internationalen Konflikten sowie zur Destabilisierung von Staaten führen, erklärt Stefan Rahmstorf vom renommierten Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.

Dazu kommt, dass es im Klimasystem bestimmte Kipppunkte gibt, das sind kritische Schwellenwerte, bei deren Überschreiten es zu starken und teils unaufhaltsamen und unumkehrbaren Veränderungen kommt. Rahmstorf beschreibt das mit einer Kaffeetasse, die man über den Rand eines Tisches schiebt. Die Tasse bleibt lange stabil, bis sie kippt und zu Boden fällt. Ähnlich sei das bei manchen Klimasystemen, die lange stabil scheinen, bis eine kleine, zusätzliche Störung zu einer massiven Veränderung des Systems führt.

Folgende solcher Kipppunkte stehen seit Langem im Fokus der Forscher:

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