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Wissen Wissenschaft
06/08/2021

WWF-Bericht zeigt: Mittelmeer erhitzt sich am stärksten

Extremwetterereignisse würden sensible Korallen, Seegras und damit die Kinderstube von Fischen vernichten. Die Politik müsse schnell handeln, so die Forderung.

Kein Meer der Welt erhitzt sich so stark wie das Mittelmeer, warnte die Umweltschutzorganisation WWF (World Wide Fund for Nature) anlässlich des Internationalen Tages der Meere am 8. Juni in einem Bericht. Demnach steigen die Temperaturen im beliebten Urlaubsparadies um 20 Prozent schneller als im Durchschnitt aller Weltmeere, hieß es in einer Aussendung.

Die meist unumkehrbaren Auswirkungen der Klimakrise hätten bereits jetzt dramatische Folgen: "Durch die Erhitzung droht eine Qualleninvasion. Knapp eintausend gebietsfremde Arten sind schon in wärmere Gewässer des Mittelmeers vorgedrungen – zulasten der gewohnten Tier- und Pflanzenwelt. Extremwetterereignisse vernichten sensible Korallen, Seegras und damit die Kinderstube von Fischen. Die Politik muss schleunigst handeln, um das Meeresjuwel zu retten", forderte WWF-Meeresexpertin Simone Niedermüller auch Österreich dazu auf, seinen Beitrag im Klimaschutz zu leisten.

Meerschutzgebiet gefordert

Zudem sprach sich der WWF für 30 Prozent Meeresschutzgebiete aus, um wertvollen Erholungsraum für Fischpopulationen zu schaffen. Denn neben steigenden Wassertemperaturen setzt ihnen vor allem die Überfischung stark zu.

Auf dieses Thema ging auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace ein, wie der KURIER berichtete. Die NGO warnte anlässlich des Tag des Meeres vor dem Konsum von Lachs und Lachsprodukten. Der Fisch stamme demnach zu über 90 Prozent aus Aquakulturen.

"Die verglichen mit Meeresfisch oft als umweltschonend bezeichnete Fischzucht ist aber tatsächlich eine ökologische Katastrophe. Die extrem beengten und nicht artgerechten Haltungsbedingungen der Fische führen vermehrt zu Krankheiten und erfordern einen enormen Pestizid- und Antibiotikaeinsatz. Diese Giftstoffe, tote Tiere und der Unrat aus den Becken verschmutzen den Meeresboden und gefährden andere Meerestiere", hieß es in einer Aussendung.

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