Rubiales-Rücktritt: Warum sich mächtige Männer mit Abgängen schwertun

Ex-Fußball-Verbandspräsident Luis Rubiales verzieht die Mundwinkel.
Die Einsicht kommt oft spät – oder gar nicht: Einflussreiche Männer krallen sich trotz kapitaler Fehltritte an ihre Posten. Warum, erklärt Expertin Christine Bauer-Jelinek.

Luis Rubiales war einmal: Als spanischer Fußball-Verbandspräsident ist der 46-Jährige seit Montag Geschichte. Der Anlass – der im Anschluss an die gewonnene Weltmeisterschaft der Frauen ungefragt-übergriffige Kuss auf den Mund von Spielerin Jenni Hermoso – liegt bald einen Monat zurück. Rubiales Rücktritt kam spät – und ohne Reue. "Dabei gibt es Bilder, die den Übergriff eindeutig zeigen", sagt Machtexpertin Christine Bauer-Jelinek. An der Körpersprache sei klar erkennbar, "dass der Kuss nicht einvernehmlich war".

Rubiales ist längst nicht der einzige mächtige Mann, der damit hadert, Fehler einzugestehen.

Kommentare