Wissen und Gesundheit
11.10.2017

Wie man am besten Emotionen beim Gegenüber erkennt

US-Forscher kamen zu verblüffenden Erkenntnissen.

Freude, Angst oder Sorge – im Gesicht des Gegenübers lässt sich vieles ablesen. Forscher der US-Universität Yale kamen nun zum Schluss: Um Emotionen am besten zu erkennen, schließt man besser die Augen und verlässt sich ganz auf seine Ohren. Das könnte die Forschung über emotionale Intelligenz komplett verändern, sagt Studienautor Michael Kraus. Denn die meisten Tests basieren auf Wahrnehmungen in Gesichtern. Wie Emotionen mit Worten und im Tonfall ausgedrückt werden, sollte – in Kombination mit dem Gesichtsausdruck– mehr Bedeutung eingeräumt werden. Dann könnten die besten Erkenntnisse erzielt werden.

Verschiedene Testreihen

Für die im Fachjournal American Psychologist veröffentlichte Studie mussten die mehr als 1800 Teilnehmer mehrere Experimente absolvieren, in denen sie auf unterschiedliche Weise mit anderen Personen interagierten. Zum Teil durften sie nur zuhören und nicht schauen, zum Teil konnten sie nur die Augen einsetzen. In einem der Tests sprach eine Computerstimme das Transkript der Interaktion zweier Personen nach. In allen fünf Versuchsreihen konnten jene Teilnehmer, die während der Tests ausschließlich hörten, mehr Emotionen erkennen, als die anderen.