Wenn junge Hunde an Knochenerkran­kun­gen leiden

Poor doggie
Foto: Getty Images/iStockphoto/mediaphotos/iStockphoto Manche Hunde entwickeln früh gesundheitliche Probleme.

Gelenksprobleme und Fehlstellungen können schon Welpen schwer zu schaffen machen.

Von wegen "leben, wie ein junger Hund". Nicht alle Vierbeiner wachsen unbeschwert auf. Manche sind von Geburt an beeinträchtigt, manche entwickeln schon früh gesundheitliche Probleme.

"Es gibt eine Reihe an Knochenerkrankungen, die klassische Junghundekrankheiten sind", sagt Zoodoc Katharina Reitl. Der KURIER-Tiercoach erklärt, welche Leiden im Bewegungsapparat auftreten können und wie sie behandelt werden.

  • Knochenentzündung: Die extrem schmerzhafte Erkrankung an der knöchernen Struktur trifft vor allem schnell wachsende Hunde großer Rassen. "Oft ist eine Überversorgung mit guter Nahrung die Ursache", sagt die Tierärztin aus der Ordination Tiergarten Schönbrunn. Eine Futterumstellung auf energie-ärmere Diät, Vitamin C und bei starken Schüben (alternativ)medizinische Präparate unterstützen den Welpen bei der Selbstheilung.
  • Fehlstellungen: Genetische Veranlagung, falsche Belastung, asymmetrisches Knochenwachstum oder Fugenstauchung bringen Knochen in eine unnatürliche Position. "Fehlstellungen wie z.B. die so genannten Dackelbeine sind meist angeboren", sagt Reitl. Nur ein chirurgischer Eingriff kann die Knochen begradigen bzw. in der Länge korrigieren.
  • Gelenksprobleme: Oft wird schon bei Jungtieren im Alter von vier bis sechs Monate die Beeinträchtigung der Gelenksfunktion sichtbar. Die Patienten schleichen dahin – eventuell im Watschelgang. "Eine Operation kann den Schmerz linder und das Leben verlängern, Heilung gibt es aber nicht", sagt Reitl.
  • Arthrose: Auch die Schädigung des Knorpelgewebes an Knien, Ellbogen, Schulter, Hüfte oder Wirbelsäule verursacht Schmerzen und macht Haustiere langsam und schwerfällig. "Fast jeder ältere Hund leidet unter Veränderungen der Gelenke, besonders schlimm ist es aber, wenn die Arthrose schon im Welpenalter beginnt", sagt der Zoodoc. Die Begleiterscheinungen werden mit Schmerzmittel, Alternativmedizin und Physiotherapie behandelt. So lässt sich der Teufelskreis aus Verspannung, Bewegungseinschränkung, Schonhaltung und nachfolgender Schmerzverstärkung unterbrechen.
  • Brüche: Knochen brechen bzw. springen meist durch Gewalteinwirkung oder Unfälle. Davor sind auch junge Hunde nicht gefeit. Reitl: "Sobald die Fraktur verheilt ist, ist alles wieder gut."

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(kurier) Erstellt am
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