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Ranking
10/11/2016

17,2 Milliarden Erkältungen: Die größten Leiden der Menschen

Von Durchfällen bis zu Hörverlust und Sehproblemen.

Atemwegsinfektionen und Durchfallerkrankungen: Das sind jene zwei akute Leiden, die im Vorjahr weltweit mehr als je eine Milliarde Menschen beeinträchtigten: 17,2 Milliarden Erkältungen gab es 2015 und rund 2,4 Milliarden Durchfallerkrankungen. Das geht aus der neuen "Global Burden of Disease Study" hervor, die im Auftrag der Bill and Melinda Gates Foundation erstellt wurde. Kurioses Detail am Rande: Im Schnitt war damit jeder Bewohner der Erde (7,35 Milliarden) zumindest zwei Mal von einem Schnupfen betroffen.

Acht chronische Krankheiten beeinträchtigten jeweils mehr als einen von zehn Menschen – und das über einen Zeitraum von länger als drei Monaten: Auf Platz 1: Karies (2,3 Milliarden), 2. Spannungs-Kopfschmerz (1,5 Milliarden), 3. Blutarmut durch Eisenmangel (1,47 Milliarden), 4. Hörverlust (1,2 Milliarden), 5. Migräne ( 959 Millionen), 6. Genitalherpes (846 Millionen), Sehprobleme (19 Millionen) sowie Infektionen mit Spulwürmer (762 Millionen).

Todesursachen

Weltweit gehen derzeit sieben von zehn Todesfällen auf nicht-ansteckende Krankheiten zurück. Dazu gehören Herzgefäßerkrankungen, Diabetes, Schlaganfälle, Demenz, Krebsleiden aber auch Drogenmissbrauch. Sonst werden die Menschen weltweit immer dicker: Waren 1975 nur rund 105 Millionen Menschen weltweit deutlich zu dick, sind es derzeit bereits rund 650 Millionen.

Positiv: Die weltweite Lebenserwartung ist in den vergangenen 15 Jahren um etwa zehn Jahre gestiegen – dies geht vor allem auf die Erfolge im Kampf gegen Malaria und HIV zurück. 2015 starben 37 Prozent weniger Menschen an Malaria als ein Jahrzehnt davor.

Lebensstil zählt

Lebensstil spielt eine bedeutsame Rolle: Bei praktisch allen der zehn häufigsten Ursachen für verlorene Lebensjahre in Österreich spielt der Lebensstil eine große Rolle. „Unsere Lebenserwartung wird zu 50 Prozent durch den Lebensstil beeinflusst“, sagt der Kardiologe Univ.-Prof. Otmar Pachinger, Präsident des Österreichischen Herzfonds. „Der Einfluss der Gene beträgt nur rund 20 Prozent, Umweltfaktoren und bessere Therapien machen je 15 Prozent aus.“ Wer mit dem Rauchen aufhöre, dessen Infarktrisiko sinke bereits im ersten Lebensjahr deutlich: „Aber bei der Lungenerkrankung COPD oder Lungenkrebs verläuft der Abfall der Kurve viel flacher. Hier gibt es sehr wohl Langzeitwirkungen auf das Erkrankungsrisiko.“ Und hier sei vor allem der Anstieg der jungen Raucherinnen sehr beunruhigend.

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