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Tiercoach
09/24/2018

Tiercoach: Obacht beim Herbstspaziergang mit Hund

Die bunte Jahreszeit birgt saisonale Gefahren. Kastanien und Wespen können den Haustieren gesundheitlich zusetzen.

von Hedwig Derka

Kastanien und Kletten, Flöhe und Fallobst – der Herbst bringt nicht nur buntes Laub und frische Luft. Wer jetzt mit seinem Hund ins Grüne spaziert, sollte die Unwägbarkeiten der Jahreszeit beachten.

„Gerade für Welpen und Jungtieren bestehen einige Gefahren, an die Besitzer nicht einmal im Traum denken“, sagt Zoodoc Katharina Reitl. Der KURIER-Tiercoach kennt die Probleme aus der Praxis und erklärt, wie Vierbeiner sicher in den Winter kommen.

Kastanien

Der Spieltrieb kann jungen Hunden zum Verhängnis werden. Sie jagen Kastanien nach, kauen daran, schupfen die braunen Bällchen herum – und verschlucken sie; meist unabsichtlich. Die Nussfrüchte können Übelkeit und Magenproblemen verursachen. Weil sie sich nicht auflösen, können sie außerdem den Darm verschließen. Dann hilft dem Patienten nur eine Operation.

Kletten

Kletten sind vor allem bei Langhaar-Rassen mühsam, sie haben oft unansehnliche, manchmal gesundheitsgefährdende Folgen“, sagt die Tierärztin aus der Ordination Tiergarten Schönbrunn. Die Korbblütler verfilzen das Fell. Versucht der Hund, die reifen Fruchtstände auszuzupfen, reißt er Haare mit aus. Es entstehen kahle Stellen. Im Verdauungstrakt kitzeln die Pflanzenteile, reizen den Magen und können Übelkeit wie Erbrechen auslösen. Werden zu viele Haare mit den Kletten verschluckt, kann der Fellknödel zum Darmverschluss führen.

Flöhe

Flöhe sind im Herbst fast ein größeres Problem als im Frühling“, nennt Reitl ein weiteres saisonales Übel. Die Parasiten suchen vor den kalten Monaten einen neuen Wirt. Artgenossen z.B. in der Hundeschule und Igeln auf Winterquartiere-Suche sind Überträger. Die juckenden Lästlinge leben dann nicht nur im Fell, sondern in der ganzen Wohnung – eine hygienische Herausforderung. Kombi-Präparate schützen.

Fallobst

„Manche Hunde sind verrückt nach Obst“, zählt der Zoodoc den letzten herbstlichen Risikofaktor auf. Sie haben Zwetschken zum Fressen gern. Auch beim Spielen kann das Steinobst im Magen landen. Der Kern ist giftig, überreife Früchte enthalten Alkohol und machen beschwipst. Gelangt eine Wespe mit ins Maul, kann ein Stich im Rachen lebensbedrohlich sein.

Der KURIER-Tiercoach fasst zusammen: „Wer sich der Gefahren für Hunde bewusst ist, kann beim Spazieren aufpassen und den Herbst genießen.“

Probleme mit der Katze, Sorgen um den Hund, Fragen zu Sittich, Schildkröte & Co? Schreiben Sie an: tiercoach@kurier.at

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