Wissen und Gesundheit
13.04.2017

Diese Echse lässt Dino-Forscher rätseln

Teleocrater rhadinus ist älter als die frühen Dinosaurier und ändert die bisherigen Vorstellungen von den Verwandtschaftsverhältnissen.

Eine in Tansania entdeckte Ur-Reptilienart soll Wissenschaftlern zufolge eine entscheidende Lücke im Stammbaum der Dinosaurier-Verwandten füllen. Den Forschern zufolge könnte es sogar Hinweise darauf geben, dass Dinosaurier sich viel früher entwickelt haben als bisher gedacht.

Das internationale Team um Sterling Nesbitt vom Virgina Tech in Blacksburg beschreibt im Fachblatt "Nature" eine Echse, die vor etwa 245 Millionen Jahren lebte - rund zehn Millionen Jahre vor den frühen Dinosauriern. Der Teleocrater rhadinus soll demnach ein fleischfressendes Reptil gewesen sein, das etwa zwei bis drei Meter lang war, einen langen Hals und Schwanz hatte und sich auf vier krokodilartigen Füßen fortbewegte.

"Die Entdeckung des Teleocrater stellt unsere Modelle in Frage, wie Dinosaurier-Verwandten ausgesehen haben könnten", erklärt Richard Butler von der University of Birmingham. "Der Teleocrater ist auch unglaublich spannend, weil er neue Fragen in unsere klassischen Vorstellungen von den Dinosaurier-Ursprüngen aufwirft."

Verwirrende Verwandtschaftsverhältnisse

Die Erkenntnisse gehen auf einen Fund im Süden von Tansania zurück. Die Fossilien wurden erstmals 1933 entdeckt und bis in die 1950er Jahre erforscht - mangels entscheidender Knochen, etwa aus den Fußgelenken, konnte nicht festgestellt werden, ob der Teleocrater näher mit Krokodilen verwandt ist oder mit Dinosauriern. Mithilfe neuer Forschungsansätze konnten diese Verwandtschaftsverhältnisse nun endlich geklärt werden.