Wissen und Gesundheit
12.01.2018

Radfahren: Kein Schaden für männliche Genitalien

Studie zeigte keinen Unterschied zu anderen Sportarten.

Radfahren ist gesund - aber der ständige Druck auf die empfindlichen männlichen Sexualorgane könnte für das "starke Geschlecht" negative Auswirkungen haben. Zu diesem Schluss kamen in den vergangenen Jahren einige Studien. Nun haben dies britische Forscher in einer neuen Vergleichsstudie relativiert. Frühere Studien habe genau dieser Vergleich zu anderen Sportarten gefehlt. Dazu hatten sie geringere Teilnehmerzahlen.

Neigung zu Harnröhrenverengung

Dafür wurde der Gesundheitszustand von 2774 Radler aus Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland mit jenem von 539 Schwimmern und 789 Läufern verglichen. Für alle drei Sportarten seien in puncto sexuelle Gesundheit und Funktion der Harnwege die gleichen Parameter anwendbar - obwohl bei Radlern die erwähnte Neigung zu Harnröhrenverengungen höher als bei den anderen Sportartarten sei. Die Forscher stellten ebenfalls fest, dass Radfahrer öfter von der Möglichkeit einer genitalen Taubheit betroffen sein können. Sie fanden allerdings keine statistisch signifikanten Differenzen zwischen intensiven Radfahrern (über mindestens zwei Jahre hinweg mehr als drei Mal pro Woche) und Freizeitradlern fest.

Gesundheitliche Vorzüge überwiegen bei weitem

Die gesundheitlichen Vorzüge würden eine mögliche Anfälligkeit für Verenungen der Harnröhre bei weitem überwiegen, schreiben sie in ihrer Studie, die die im Fachmagazin "Journal of Urology" erschienen ist. Dazu zählen vor allem die Benefits für das Herz-Kreislaufsystem.