Was hilft bei Pollenallergie?

Wie Sie trotz Allergie Spaziergänge und Sport im Freien genießen können. 10 Tipps aus der KURIER-Serie "Was hilft bei...?"

Morgensport. In der Früh und am Abend ist das Pollenaufkommen deutlich geringer als während des Tages. Meist steigt das Pollenaufkommen, vor allem von Gräsern, ab acht Uhr vormittags an und sinkt gegen acht Uhr abends wieder ab. Davor bzw. danach können auch die meisten Allergiker ohne Symptome im Freien sporteln. Flussufer und Laubwald. Während offenes und weitläufiges Gelände Pollenflug begünstigt, bieten Laubwälder und Flussufer Schutz im Freien. Die Blätter im Laubwald wirken als Pollenfilter. Dies gilt jedoch nur im Wald, am Waldrand ist die Pollenkonzentration besonders hoch. Die Belastbarkeit ist allerdings bei Pollenallergikern individuell unterschiedlich. Für manche sind schon geringe Pollenkonzentrationen problematisch, also auch in Flussnähe oder zu Zeiten mit geringerem Pollenflug, sodass ein Aufenthalt im Freien nicht möglich ist. Dazu ist es ratsam, Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu halten. Eigene Hochsaison kennen. Nicht alle Pollen sind zur gleichen Zeit belastend. Birkenpollen fliegen vor allem im April, Gräserpollen im Frühsommer, Ragweed im August und September. Wer die Spitzen seiner eigenen Allergene kennt, kann jene Zeit, in der ein Aufenthalt im Freien unmöglich wird, oft deutlich einschränken. Pollenzeit ist Urlaubszeit. Nutzen Sie die Zeit Ihrer individuellen Pollenhochsaison für einen Urlaub. Besonders Reiseziele in Meeresnähe sind für Allergiker gut geeignet, je nachdem welche Allergie vorliegt, kann auch ein Ausflug in die Berge für eine heuschnupfenfreie Zeit sorgen. Stadtflucht. Ein häufig verbreiteter Irrglaube ist, dass Heuschnupfen in der Stadt besser aushaltbar ist als am Land, wo vermeintlich mehr Pollen von Wiesengräsern, Bäumen oder Kräutern die Schleimhäute reizen. Tatsächlich können Pollen in der Stadt belastender wirken als in ländlichen Regionen, da sie mit Schadstoffen wie Staub angereichert und dadurch aggressiver sein können. Außerdem werden die Pollen in der Stadt immer wieder durch Bewegung und Verkehr aufgewirbelt. Für Städter mit Heuschnupfen kann ein Ausflug außerhalb der Stadt also durchaus erholsam sein. Ausstattung. Wer nicht auf sportliche Aktivitäten während des Pollenfluges verzichten mag, kann sich mit entsprechender Ausrüstung etwas Abhilfe verschaffen. Eine Sonnenbrille reduziert beispielsweise den Kontakt der Pollen mit den Augen, eine Kappe verhindert, dass die Pollen in die Haare gelangen und die Atemwege auch später reizen. Information. Viele Wetterdienste von Tageszeitungen und Fernsehnachrichten nehmen Bezug auf die aktuelle Pollenlage. Tagesaktuelle Hinweise sowie Prognosen für die nächsten Tage veröffentlicht der Pollenwarndienst für Österreich und Umgebung.  Je nach auslösendem Allergen kann etwa ein eigener Pollen-Countdown angezeigt werden. Neu ist beispielsweise die kostenlose Pollen-App des Pollenwarndienstes für Smartphones, die etwa bei selbst wählbarer Belastungsstärke Alarm schlägt, je nach Standort die aktuelle Pollenbelastung anzeigt und personalisiert Auskunft über die Entwicklung des Pollenflugs in den nächsten Tagen gibt. Richtiger Zeitpunkt. Ideale Bedingungen für Pollenallergiker bieten windstille Tage sowie Tage nach heftigen Regengüssen. Sie reduzieren die Belastung der Luft deutlich und bieten Menschen mit Heuschnupfen Entspannung. Guter Schlaf. Für eine ruhige Nacht sollten die Pollen nach dem Aufenthalt im Freien nicht mit ins Bett genommen werden. Vor dem Schlafengehen hilft es daher, sich die Haare zu waschen. Und die getragene Kleidung bleibt besser außerhalb des Schlafzimmers. Aufhören können. Sport ist auch für Allergiker förderlich – die Lunge wird angeregt, das Herz-Kreislauf-System gestärkt, die Durchblutung verbessert. Manchmal kann Ausdauertraining sogar die Allergie bessern. Treten aber allergische Reaktionen auf oder kommt es bei Allergikern mit Asthma zu Atemnot, sollte der Aufenthalt bzw. das Training im Freien abgebrochen werden. 
Weitere Tipps für Ihre Gesundheit finden Sie hier: "Was hilft bei...?"

Die Schonfrist für Pollenallergiker ist heuer durch den milden Winter besonders früh vorbei. Wenn die Augen jucken und tränen, die Nase läuft und es im Mund kribbelt, verdirbt das Heuschnupfen-Geplagten meist die Lust darauf, ins Freie zu gehen und die warme Frühlingssonne zu genießen. Das muss aber nicht sein. 10 Tipps für Pollenallergiker, mithilfe derer Sie nicht auf Spaziergänge oder Sport im Frühling verzichten müssen:

(Kurier) Erstellt am
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