Polizei-Notruf ab Herbst auch für Gehörlose mögliche

Künftig wird eine direkte Kommunikation und eine Standort-Information möglich sein. Bisher ging nur ein SMS.
Ein Mann hält sich das Ohr, das mit roten Kreisen als Symbol für Schmerzen versehen ist.

Ab Herbst 2020 sollen mit dem neuen Einsatzleit- und Kommunikationssystem ELKOS auch Notrufe für Gehörlose möglich sein. Durch Standort-Übermittlung und direkte Kommunikation über Chatfunktion soll das Rufen um Hilfe einfacher und schneller erfolgen. Bisher gab es nur die Möglichkeit eines Notrufs per SMS, wie Innenminister Karl Nehammer mitteilte.

Mit Anfang nächsten Jahres soll die Technologie so weit sein, dass diese Serviceleistung auf andere Blaulicht- und Einsatzorganisationen ausgeweitet werden kann. Auch Notrufe in Gebärdensprache sollen in weiterer Folge durch die technologische Infrastruktur des Innenministeriums ermöglicht werden. "Unser Ziel ist, eine international standardisierte Lösung für Hilfesuchende sicherzustellen, die niemanden diskriminiert", betonte Nehammer.

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