Die Präimplantationsdiagnostik ist seit April 2015 erlaubt.

© dpa-Zentralbild/Ralf Hirschberger

Österreich
06/22/2016

Erste Geburt mit Hilfe der Präimplantationsdiagnostik

Mädchen kam nach Behandlung im Wiener Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz zur Welt.

Die Präimplantationsdiagnostik (PID), also die Untersuchung des künstlich befruchteten Embryos vor der Einsetzung in die Gebärmutter, ist seit April 2015 durch die Novelle des Fortpflanzungsmedizingesetzes erlaubt. Am 4. Juni wurde nun in Wien das erste Kind nach Anwendung dieser Methode geboren, hieß es in einer Aussendung am Mittwoch.

Bei der Patientin lagen zuvor bereits fünf Fehlgeburten vor, nun ist sie die Mutter einer Tochter. Die Methode ist nur bei mindestens dreimal fehlgeschlagener künstlicher Befruchtung und wenn Grund zur Annahme besteht, dass dies auf die genetische Disposition der entwicklungsfähigen Zellen und nicht auf andere Ursachen zurückzuführen ist, zugelassen.

"Bei multiplen Aborten liegt eine genetische Ursache nahe, die dann dazu führt, dass kein lebensfähiges Kind heranwächst", erklärte Heinz Strohmer, Gründer und Leiter des Kinderwunschzentrums Goldenes Kreuz, wo die Behandlung vorgenommen wurde. Bei der PID wird aus dem Embryo im Blastocystenstadium am fünften Tag der Entwicklung eine kleine Zellprobe aus dem späteren Mutterkuchen, dem Trophoblast, entnommen, erläuterte das Kinderwunschzentrum.

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