Wissen und Gesundheit
29.08.2017

Was gut fürs Herz ist und was nicht

Neue Daten vom Europäischen Kardiologenkongress in Barcelona: Kaffee und Ehepartner haben einen Schutzeffekt, Lärm ist schlecht.

30.000 Kardiologen nehmen am Europäischen Kardiologenkongress in Barcelona teil. Einige Highlights von den zahlreichen Studien, die dort präsentiert wurden:

Kaffeekonsum Wer täglich mindestens vier Tassen Kaffee konsumiert, dessen Risiko, in einem bestimmten Zeitraum zu sterben, war um 64 Prozent niedriger im Vergleich zu Menschen, die nie oder fast nie Kaffee konsumierten. Deutlich war der Effekt bei Menschen ab 45. Bereits im Juli zeigte eine andere Studie ähnlich positive Effekte.

Salzkonsum Genau den gegenteiligen Effekt hat hoher Salzkonsum. Wer sich nämlich sehr salzreich ernährt, hat ein deutlich erhöhtes Risiko, an Herzschwäche zu erkranken, zeigte eine finnische Studie. Im schlimmsten Fall kann sich das Risiko sogar verdoppeln. In Österreich wird in allen Altersgruppen mehr Kochsalz aufgenommen als die empfohlenen fünf Gramm pro Tag. Mehr zum Thema Salzkonsum und Herz lesen Sie bitte hier.

Schutzfaktor Ehe Wer verheiratet ist, hat größere Chancen, einen Herzinfarkt zu überleben, zeigte eine britische Studie – im Schnitt um 14 Prozent. Und dies war auch dann der Fall, wenn die Patienten sehr hohe Cholesterinwerte, sehr hohen Blutdruck und Diabetes hatten.

Schlechter Schlaf Wer dauerhaft unter Schlafproblemen leidet, sollten den Ursachen auf den Grund gehen: Denn anhaltende Schlafstörungen können ebenfalls ein Risikofaktor für Herzleiden sein.

Schokolade und Olivenöl Dunkle Schokolade ist gut, Olivenöl auch – italienische Forscher testeten bei Studienteilnehmern über 28 Tage die Effekte von mit Olivenöl angereicherter dunkler Schokolade: Blut- und Urinwerte verbesserten sich deutlich.

Verkehrslärm schadet Die Häufigkeit von durch Gefäßverengungen hervorgerufene Herzerkrankungen steigt statistisch signifikant mit dem Ausmanß der Lärmbelastung. "Angesichts der Auswirkungen von Lärm auf die Ausschüttung von Stresshormonen und die Schlafqualität scheint ein kausaler Zusammenhang zwischen Verkehrslärm und einer ischämischen Herzerkrankung plausibel", so die Studienautoren.