Nachdem zwei Augenkliniken Herrn Kaider für unheilbar erblindet auf seinem rechten Auge erklärt hatten, wandte er sich an Dr. Zirm, der mit einer Cortison-Behandlung wieder sein Sehvermögen hergestellt hat.

© KURIER/Jeff Mangione

Gefäße
06/12/2013

"Ich kann wieder sehen"

Engagement seiner Familie und eines Arztes rettete Anton K. ein schon aufgegebenes Auge.

von Ernst Mauritz

Es passierte abends nach der Gartenarbeit: Plötzlich sah ich am rechten Auge nichts mehr“, sagt Anton K., 73, „von einer Sekunde auf die andere wurde alles schwarz“.

„Rufen Sie sofort die Rettung an“, sagt die telefonisch kontaktierte Hausärztin. Mit Verdacht auf Schlaganfall wird er in die neurologische Abteilung eines Landeskrankenhauses gebracht – und sofort an die Augenabteilung eines Schwerpunktspitals weitertransferiert.

Diagnose: „Zentralarterienembolie“ des rechten Auges, gleichsam ein „Schlaganfall im Auge“: Die Hauptarterie des Auges ist durch einen Blutpfropfen verschlossen, ein Sauerstoffmangel der Netzhaut ist die Folge.

„Ich konnte gerade noch den Schatten einer Handbewegung vor dem Auge wahrnehmen, nicht mehr“, sagt Anton K. „Der Arzt hat mir gesagt, das Auge wird nicht mehr durchblutet, da kann man nichts mehr machen, das ist irreparabel. Ich wurde lediglich zum Internisten überwiesen.“ Um ein Uhr in der Früh wird Anton K. aus dem Spital entlassen. Im Arztbrief steht: „Augentherapie: keine. Augenkontrolle: zwei Wochen.“

Die Tochter gibt sich damit nicht zufrieden, recherchiert selbst im Internet: „Wir wollten uns nicht geschlagen geben.“

Infusionen

Schließlich ruft sie am übernächsten Tag in der Wiener Ordination des Augenarztes Univ.-Prof. Mathias Zirm an, schildert alle Details – der Rückruf ließ an Dramatik nichts zu wünschen übrig: „Kommen Sie, so rasch es geht, wir warten auf Sie.“

Gute 48 Stunden nach dem Gefäßverschluss bekommt Anton K. in der Wiener Confraternität unter der Kontrolle von Augenarzt Zirm Infusionen mit zwei gefäßerweiternden Mitteln und mit hohen Kortisondosen (reduzieren die Schwellung): „Diese Therapie kann man auch im Internet-Lexikon Wikipedia nachlesen – was die Tochter auch gemacht hat. Natürlich wäre es besser gewesen, diese Therapie wäre bereits vor 48 Stunden in der Augenklinik eingeleitet worden“, sagt Zirm.

Anton K. hatte bei seinem Eintreffen in Wien auf dem rechten Auge fast keine Sehleistung mehr . „Doch bereits nach zwei Tagen zeigte sich eine deutlich Besserung, heute liegt sie bei rund 30 Prozent.“

Um ihm die Nebenwirkungen des Kortison zu ersparen, implantierte Zirm Anton K. in den Glaskörper ein sechs Millimeter langes Stäbchen: Auf ihm befindet sich ein hoch dosiertes Kortionspräparat, das bis zu sechs Monaten abgegeben wird.

„Die Lehre aus der Geschichte ist: Man darf nichts unversucht lassen und einen Patienten nicht zu früh aufgeben“, sagt Zirm: „Was der Fall auch zeigt: Unser Gesundheitssystem überlässt es teilweise den Betroffenen und ihren Familien, den Heilungserfolg sicherzustellen.“ Für Anton K. jedenfalls ist es ein Wunder: „Mein Gesichtsfeld ist noch eingeschränkt, aber ich kann auch mit dem rechten Auge wieder sehen und lesen.“ www.zirm.net

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