Wie gut schützt die Grippe-Impfung?

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Über die Wirkung sind sich nicht alle Menschen im Klaren.

Nun ist es offiziell: die jährliche Grippewelle hat begonnen. Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Erkältung – im Volksmund auch grippaler Infekt genannt – fühlt man sich bei der echten Grippe (Influenza) sehr krank. Typisch sind etwa hohes Fieber und Muskel- und Gelenksschmerzen am ganzen Körper. Vorbeugen kann eine Impfung. Allerdings ist den Apotheken der Impfstoff gegen das diesjährige Grippevirus bereits ausgegangen. Doch schützt die Grippeimpfung wirklich so gut? Die Public Health-Experten des Info-Service-Portals "medizin transparent" und der Donau-Universität Krems haben die Faktenlage zum Thema geprüft.

Herstellung ist schwierig

Die Herstellung von Influenza-Impfstoffen ist alles andere als einfach. Das Problem: die Influenzaviren verändern immer wieder ihre Form – die Hersteller müssen ihre Impfstoffe also jedes Jahr auf Neue entwickeln. Das gelingt ihnen nicht immer gleich gut.

Wirkt nicht immer

Wissenschaftliche Studien zeigen daher, dass eine Impfung gegen Influenza nicht immer wirkt. Angenommen, in einem Jahr mit einer starken Grippewelle erkranken ohne Impfung 10 von 100 Menschen an der Influenza. Dann würden von 100 Geimpften trotzdem noch 4 krank werden.

Gefährdete Personengruppen

Experten empfehlen die Impfung vor allem für kleine Kinder und ältere Menschen. Diese Bevölkerungsgruppen haben ein besonders hohes Risiko, bei einer Infektion mit dem Grippevirus so schwer zu erkranken, dass sie ins Spital müssen. Diesen Empfehlungen stehen jedoch große Lücken in der Forschung gegenüber. So ist für Ältere nur unzureichend untersucht, wie gut die Grippeimpfung sie schützt. Ähnlich sieht es bei kleinen Kindern aus. Möglicherweise wirkt bei manchen von ihnen eine Impfung mittels Nasenspray besser als der Pieks mit der Nadel, hier braucht es jedoch noch deutlich mehr Forschung.

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( kurier.at , iteu ) Erstellt am 14.01.2018