Wissen und Gesundheit
13.08.2017

Was ist MMS?

Das Mittel wird als Nahrungsergänzungsmittel angepriesen, ist aber nicht ungefährlich, sagen Experten.

Es heißt „Miracle Mineral Supplement“ - und wundersam sollen seine Heilkräfte sein: Die Anwendungsgebiete von MMS reichen von Autismus bis Krebs, von AIDS bis Hepatitis, dazu Schnupfen bis Malaria - behaupten einschlägige Internetseiten. Das Team von medizin-transparent.at hat sich angesehen, ob es Studien zu der mirakulösen „Nahrungsergänzung“ gibt.

Keine Studien zu MMS

Fehlanzeige: Der chemische Cocktail wurde noch nie auf seine Heilkräfte hin untersucht. Stattdessen gibt es Hinweise auf Nebenwirkungen. Berichtet wurde über Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Nierenversagen, schwere Schädigungen am Darm, Blutdruckstörungen oder erheblichen Flüssigkeitsverlust. Sogar Todesfälle soll es nach der Einnahme von MMS gegeben haben. Kein Wunder: MMS ist eine giftige Chemikalie.

Der Hauptbestandteil ist Natriumchlorit (nicht zu verwechseln mit Natriumchlorid, also Kochsalz). Dieses soll vor der Anwendung durch eine Säure „aktiviert“ werden, wofür Zitronensäure oder Essig ausreichen. Was entsteht, ist hoch reaktives Chlordioxid – also Chlorbleiche, von der Industrie zum Beispiel genutzt, um Papier oder Stoffe weiß zu kriegen. Chlordioxid ist ätzend für Haut und Schleimhäute, giftig, umweltgefährlich und brandfördernd.

Finger weg von MMS!

Inzwischen ist der Verkauf von MMS verboten. Gesundheitsbehörden bis Verbraucherschützer warnen weltweit vor dem „Miracle Mineral Supplement“ – einer Wunderkur, die eigentlich nur eines ist: eine Gesundheitsgefahr.

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