Teststraße im Schloss Neugebäude in Wien

© APA/HANS PUNZ

Wissen
02/22/2021

Klimek: Entwicklung der Infektionszahlen gehe "sehr schnell"

Im schlechtesten Fall muss noch vor Ostern mit härteren Maßnahmen gegengesteuert werden, so der Komplexitätsforscher.

Das Covid-Prognosekonsortium veröffentlicht regelmäßig kurzfristige Prognosen für die Pandemieentwicklung. Letzte Woche gab es gleich zwei Veröffentlichungen weil die erste zu optimistisch ausgefallen war, so der Komplexitätsforscher Peter Klimek vom Complexity Science Hub im Ö1-Morgenjournal. Die Entwicklung der Fallzahlen gehe laut Klimek "sehr schnell."

Für den Anstieg seien drei Faktoren verantwortlich, welcher im Detail ausschlaggebend für den Anstieg sei, sei aber noch unklar. Die drei Faktoren: Lockerungen, hohe Testzahl und neue Virusvarianten – hier vor allem die britische Variante: "Da haben wir in den letzten Wochen gesehen, dass die Pandemie nicht unter Kontrolle ist mit dieser Variante. D.h. diese Fälle verdoppeln sich alle zwei bis vier Wochen momentan", sagt Klimek im Ö1-Morgenjournal.

Im Burgenland lag der Anteil der britischen Variante an den Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen bei 75 Prozent, in Wien und Niederösterreich bei über 50 Prozent. Noch kann das weitere Wachstum aber nicht konkret eingeschätzt werden. Im schlechtesten Fall muss noch vor Ostern mit härteren Maßnahmen gegengesteuert werden, so der Komplexitätsforscher.

Es sei sehr wahrscheinlich, dass die Infektionszahlen rasch steigen werden. Bis Anfang März werde man besser einschätzen können, welche Faktoren das Infektionsgeschehen wie beeinflussen. Klimek hält es derzeit nicht für zielführend über weitere Öffnungen nachzudenken.

Die Situation auf den Intensivstationen

Die neuen Varianten würden es notwendig machen, mit geringen Fallzahlen in den Sommer zu gehen, außerdem befänden sich immer noch mehr als 250 Personen in intensivmedizinischer Behandlung. Klimek: "Würde eine dritte Welle kommen, würden wir keine so große Welle wie im Herbst aushalten ohne dass das an die Kapazitätsgrenzen geht."

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