© Kaffee

Studie
03/25/2014

Kaffee verringert Schlaganfall-Risiko

Wer täglich bis zu fünf Tassen Kaffee trinkt, hat ein deutlich niedrigeres Risiko für Herzerkrankungen.

Regelmäßiger Kaffeegenuss ist gesund für die Herzgesundheit. Einer aktuellen Studie zufolge fand man das geringste Schlaganfall-Risiko bei Menschen, die drei bis fünf Tassen täglich trinken. Aber auch jene, die bis zu sieben Tassen tranken, erlitten im Durchschnitt weniger Schlaganfälle, Herzinfarkte und andere Herzleiden als Menschen, die gar keinen Kaffee tranken.

Diese überraschende Studie stammt von Forschern der Universitäten Harvard (USA) und Singapur und wurde in der Fachzeitschrift Circulation veröffentlicht. Im Rahmen einer sogenannten Meta-Analyse wurden 36 hochwertige Studien mit insgesamt rund 1,3 Millionen Teilnehmern zum Zusammenhang zwischen Kaffee-Konsum und Herz-Kreislauf-Erkrankungen analysiert. „Die Studie erbrachte starke Beweise, dass der langfristige Konsum großer Mengen Kaffee nicht mit einem höheren Herz-Kreislauf-Risiko verbunden ist“, berichten die Wissenschaftler rund um Frank B. Hu.

Im Vergleich zu Menschen, die gar keinen Kaffee tranken, war die Schlaganfall-Rate bei den Vieltrinkern mit fünf Tassen pro Tag um fünf Prozent niedriger. Bei jenen Studienteilnehmern, die durchschnittlich 1,5 Tassen pro Tag tranken, sind 11 Prozent weniger Schlaganfälle aufgetreten. Das geringste Risiko stellten die Forscher bei jenen fest, die durchschnittlich 3,5 Tassen am Tag tranken – hier traten Schlaganfälle um 20 Prozent seltener auf. Jedoch kann man es mit dem Kaffeekonsum auch übertreiben.

Es gibt auch zu viel

Ab neun Tassen täglich steigt das Risiko wieder an. Von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie heißt es dazu: „Die meisten Menschen brauchen sich keine Sorgen zu machen, lediglich in der Schwangerschaft und bei schwer einstellbarem hohen Blutdruck ist Zurückhaltung angebracht.“

Die Forscher betonen, dass die bisher oft widersprüchlichen Studienergebnisse rund um den Einfluss von Kaffee von der Zubereitungsart im Laufe der Jahrzehnte abhängen könnten. Früher wurde der Kaffee meist gekocht, heute werde er eher gefiltert. Weil gekochter Kaffee nachweislich die Cholesterin erhöht, Filterkaffee aber nicht, könnten unterschiedliche Studienresulatate damit zu erklären sein. Das bedeute jedoch, dass die Ergebnisse nicht für französischen oder türkischen Kaffee gelten.
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