Für Angstpatienten soll es nun Hoffnung geben, da es in Zukunft vielleicht möglich ist, die Verbindung zwischen den zwei zuständigen Gehirnregionen mit Arzneimitteln oder anderen Therapien zu stärken.

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Angstforschung
08/03/2015

Neuer Therapieansatz für Angstpatienten

Ängste können überwunden werden, wenn Angstzentrum und Angstgedächtnis besser miteinander kommunizieren.

von Konstanze Pawlik

Herzrasen, Schweiß am ganzen Körper, Puls auf 180. Ein Gefühl, welches den ganzen Körper durchzuckt und damit hervorruft, was wir alle kennen – Angst. Es wirkt, als wäre der wohl größte imaginäre Feind der Menschheit unbesiegbar. Doch nun hat ein internationales Forschungsteam eine neue Erkenntnis erlangt.

Nicolas Singewald vom Institut für Pharmazie der Universität Innsbruck erklärt das Gefühl der Angst: „Wenn man zum Beispiel jeden Tag bei einem Grundstück mit Hund vorbeijoggt und eines Tages kommt er raus und versucht zu beißen, dann wird man beim nächsten Mal Angst verspüren.“ Wird das Erlebnis mit einer positiven Erfahrung verknüpft, kann die Kommunikation zwischen Angstzentrum und -gedächtnis verbessert werden. Im Rahmen einer internationalen Studie wurden die dafür verantwortlichen Nerven-Netzwerke im Gehirn an Mäusen genauer untersucht. Dabei hat sich gezeigt, dass die Verbesserung dieser Verknüpfung von Angstzentrum und -gedächtnis grundlegend für das Behandeln von Krankheiten, wie des posttraumatischen Belastungssyndroms ist.

Für Angstpatienten soll es nun Hoffnung geben, da es in Zukunft vielleicht möglich ist, die Verbindung zwischen den zwei zuständigen Gehirnregionen mit Arzneimitteln oder anderen Therapien zu stärken.

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